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Was gibt es Neues?
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2008-04-28: MOBILE TIMES Weekly 0308
Der ORF dürfte der erste öffentlich-rechtliche Sender im deutschen Sprachraum sein, der einen HD-TV-Satellitenkanal betreibt: ORF1 HD geht ab 2. Juni 2008 über Astra in Betrieb. Im Streit gegeneinander, im Ergebnis aber durchaus kombinierbar, haben Forum Mobilkommunikation und Wiener Ärztekammer jeweils 10 Handyregeln vorgestellt. Während aber die des FMK darauf zielen, dass sich Handynutzer ordentlich aufführen - damit das Handy-Telefonieren nicht an noch mehr Orten verboten wird -, wollen die Ärzte mit ihren zehn Regeln die Nutzung des Handys wegen möglicher Gesundheitsgefahren reduziert sehen.
    In Europa scheint die Lust, noch grössere Telekomkonzerne zu schaffen, wieder da (in den USA ging sie ja nie wirklich verloren): France Télécom flirtet mit TeliaSonera und die spanische Telefónica hat ihren unendlichen Flirt mit der niederländischen KPN offensichtlich wieder aufgenommen. Bei den Endgeräten spielen immer mehr auch Notebooks eine Rolle, was auch durch die nötige Auslastung der Netze bedingt ist: Auf der einen Seite haben die Netzbetreiber in Europa Mobilfunknetze gebaut, deren Kapazität nun nirgendwo wirklich ausgelastet ist. Daher werden nun Kunden mit Dumpingpreisen zum «mobilen Breitband» gelockt. Weil dieses mobile Breitband aber gar nicht so breit ist, wird bereits heftig an einer neuen Technologie gewerkt, die noch schnellere Datenübertragung ermöglicht. Da dann die Netze aber mehr Kapazität haben werden. als die Kunden überhaupt brauchen, andererseits die Investitionen aber zurückverdient werden müssen, denkt man in den Marketingabteilungen schon heftig darüber nach, wie man die neuen Überschusskapazitäten vermarkten kann...
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2008-04-21: MOBILE TIMES Weekly 0307
In Wien gab es Jubel über die Tatsache, dass Österreich im IKT-Ranking, das vom britischen Wirtschaftsforschungsinstitut Economist Intelligence Unit gemeinsam mit dem IBM Institute for Business Value durchgeführt wird, erstmals den 10. Platz geschafft hat und klassische IKT-Länder wie Finnland verdrängte. Österreich führte in Westeuropa die Teilkategorien «Legal Environment» und «Consumer and Business Adoption». In der Kategorie «Government Policy and Vision» landete Österreich gar in der Gesamtwertung auf dem zweiten Platz hinter Dänemark. Bei einer winzigen Kleinigkeit schlägt uns aber die Schweiz um Länge: Bei der IKT-Infrastruktur haben die Eidgenossen ganz klar den ersten Platz unter allen Ländern erreicht. Hat Österreich also die Theorie und die Schweiz die Praxis?
    Wie zu erwarten war, haben die grossen Handyanbieter bei den drei grossen Messen in Barcelona (Mobile World Congress), Hannover (CeBIT) und CTIA Wireless (Las Vegas) so ziemlich alles vorgestellt, was sie im Laufe des Jahres auf den Markt bringen wollen. Jetzt geht es darum, diese Ankündigungen in praktische Produkte umzusetzen und das dauert erfahrungsgemäss etwas. Tageszeitungen, die auf Sensationen angewiesen sind, haben da vielleicht ein Problem und machen aus koreanischen Autoherstellern, die schon seit mehr als einem Jahrzehnt immer wieder ein Handy mit dem eigenen Namen versehen, plötzlich einen neuen Handyhersteller. Immerhin können wir diese Woche über ein NFC-Handy von Nokia berichten, das wohl nicht zufällig in zeitlicher Nähe zum NFC Forum in Monaco angekündigt wurde.
    Von viel weiter tragender Bedeutung ist die Anerkennung des von Microsoft vorgeschlagenen OOXML als ISO-Norm, denn nun gibt es zwei offizielle Formate für Textdokumente und das kann eigentlich nicht wirklich gut sein, weil man so wohl kaum zu einem einheitlichen Standard kommt. Aber ISO denkt dabei wohl so wie einst die ITU, als sie mit IMT-2000 ein weltweit einheitliches Mobiltelefonsystem einführen wollte: Nehmen wir alle Normen und die Hersteller sollen das irgendwie einbauen. Tatsache wird wohl werden, dass sich das von Microsoft vorgeschlagene Format durchsetzt, weil man in den meisten Büros eben mit Microsoft Office arbeitet.
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2008-04-14: MOBILE TIMES Weekly 0306
Die Regelung des Breitbandkommunikationsmarktes wird nun noch lange auf sich warten lassen. Die RTR hat sicherheitshalber gleich einmal 530 Parteien zur Stellungnahme eingeladen und sucht darüber hinaus per öffentlicher Bekanntmachung der TKK «zur Ausforschung unbekannter Parteien» weitere. Erfreulich ist, dass sich Österreich im «Global Information Technology Report 2007» um zwei Plätze nach vorne gearbeitet hat. Für Fussballfans mit geeignetem Handy ebenfalls erfreulich ist, dass sich MEDIA BROADCAST und ORS geeinigt haben und so dem Handyfernsehen zur UEFA EURO 2008 nicht mehr im Wege steht. LOALA1 - früher Sport1.at - hat bereits einen eigenen DVB-H-Kanal angekündigt.
    Am Weltmarkt für Handys taucht mit Kyocera Wireless ein neuer Mitspieler auf. Nach der Übernahme der Handyaktivitäten von Sanyo ist das Unternehmen plötzlich weltweit sechstgrösster Handyhersteller. Ob das so bleibt, ist natürlich eine andere Frage. Jedenfalls bringen die Japaner, die bisher ausschliesslich CDMA-Endgeräte produziert haben, erstmals auch GSM-Modelle auf den Markt. China Mobile hat die von ihr gekaufte pakistanische Paktel in «Zong» umbenannt und bewirbt in Pakistan diesen Namen sehr stark. Der Name klingt für uns doch sehr chinesisch und diese Vorgangsweise könnte vielleicht Folgen haben, weil in der Mobilfunkbrache die Nachahmung fremder Ideen - egal ob gut er schlecht - längst zum guten Ton gehört.
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2008-04-07: MOBILE TIMES Weekly 0305
Die Debatte um den von der RTR/TKK vorgelegten «Massnahmenentwurf zum Vorleistungsmarkt für den Breitbandinternetzugang für Endkunden» reisst nicht ab. Die Alternativen sehen sich durch die vorgeschlagene Beschränkung der Regulierung auf den ländlichen Bereich in ihrer Existenz bedroht. Der Festnetzteil der Telekom Austria sieht sich zu Unrecht angegriffen, hat er doch in manchen Ballungsräumen nicht einmal mehr zwanzig Prozent Marktanteil. Unfairer Vergleich tönt es zurück, denn die Telekom habe ja auch noch den Mobilfunker Mobilkom, der das mobile Breitband dominiere. Man möge doch den Betrieb des Festnetzes von der Telekom trennen - so wie es Grossbritannien getan hat. Gerne, hiess es da plötzlich von der Telekom, aber dann müsst ihr lieben Alterativen auch die Netzfinanzierung mit übernehmen. So nicht, wird geantwortet. Das Netz sei doch aus Steuermitteln errichtet worden - gehört also allen. Aber nein liebe Konkurrenten sagt die ehemalige Post, das Netz haben wir selbst finanziert. Schliesslich hat uns die Republik beim Gang in die Unabhängigkeit noch einen Sack mit damals rund 100 Milliarden Schilling Schulden umgehängt. Wenn schon tönt es zurück, aber auf jeden Fall habt ihr ein Monopol gehabt und daher war alles leichter. Der Streit geht sicher noch lange weiter und ein Ende ist nicht in Sicht.
    Weltweit verschwimmen die Grenzen zwischen Mobilfunkgeräten und anderen Anwendungen immer mehr. Ob Smartphone - so wie es Nokia tut - als kleine Multimediacomputer einzustufen sind oder ob wir demnächst Notebooks als überdimensionierte Smartphones betrachten werden, ist noch offen. Auch in andern Bereichen tut sich Ähnliches. Erst kürzlich haben die Anbieter von Navigationsgeräten, die schon bisher auf Freisprecheinrichtungen gesetzt haben, gezeigt, dass sie ihre PNDs durchaus auch in vollwertige Handys verwandeln können. Autoradiohersteller weisen darauf hin, dass ihr neues Produkt auch als Freisprecheinrichtung fürs Handy genutzt werden kann und werden - wer weiss? - vielleicht bald Freisprecheinrichtungen verkaufen, die man auch als Radio nutzen kann.
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2008-03-31: MOBILE TIMES Weekly 0304
Österreichs Unternehmer haben laut einer Untersuchung der Wirtschaftskammer zwar die Bedeutung der IT erkannt, dass sich aber der Chef damit beschäftigen sollte, dürfte vielen aber denn doch zu weit gehen. Aber auch Österreichs Haushalte kommen diesmal nicht gut weg: Zwar steht Elektronik im Wert von mehr als 4,5 Miliarden Euro zur Unterhaltung bereit, man weiss bloss nicht, wie man sie bedienen soll. Dafür dürfen sich die Festnetzanbieter über Unternehmen freuen, denn die halten eisern am drahtgebundenen Anschluss fest, anders als die Privaten, die zu einem Viertel sogar schon für das Internet auf Mobilfunk setzen.
    Motorola will sich nach dem desaströsen letzten Jahr teilen: Zwei völlig unabhängige Firmen sollen entstehen, wobei die eine nur im Bereich mobile Geräte tätig ist und die andere in der Infrastruktur aktiv wird. Details werden vom Motorola-Vorstand erst ausgearbeitet. Fest steht, dass die bisherigen Aktionäre Aktien beider Firmen bekommen werden. Die Durchführung soll - wenn sie beschlossen wird - im Jahre 2009 erfolgen. Nach der Ausgliederung von Freescale 2004 wäre das die nächste grosse Zellteilung des US-Technologiekonzerns, von dem einst das Mobiltelefon, wie wir es heute kennen, erfunden worden ist.
    Dass die Zeiten nicht gerade rosig sind, lässt auch eine Gewinnwarnung der inzwischen erfolgsgewohnten Sony Ericsson vermuten: Der japanisch-schwedische Konzern befürchtet einen Gewinnrückgang auf 150 bis 200 Millionen Euro im ersten Quartal. Dieweilen muss Palm einen gestiegenen Verlust melden, obgleich die Zahl der abgesetzten Smartphones einen neuen Rekord erreichte.
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2008-03-17: MOBILE TIMES Weekly 0303
Wer nächtens auf einem Flughafen landet, dessen Tower von oben bis unten mit Samsung-Werbung gepflastert ist, befindet sich nicht in Seoul, sondern in Wien. Die Idee stammt von der Agentur Cheil Communications und bestrahlt immerhin 3.800 m². Überraschend auch, dass eine Untersuchung von Integral ergeben hat, dass zwar 44 % der österreichischen Handys eine E-Mail-Funktion haben, die aber nur von 9 % wirklich verwendet wird. Von allen, die E-Mail am Handy nutzen könnten, tun das also gerade einmal 20 %.
    Mit Österreich und Irland haben nun zwei weitere Länder in Europa das iPhone bekommen. Die Preise sind - wie in den anderen Ländern - tatsächliche Verkaufspreise und keine subventionierten «ab 0 Euro». Warum dann allerdings die monatliche Grundgebühr nicht niedriger, sondern höher ist als bei anderen Angeboten sind, wissen wohl nur die Netzbetreiber und Apple.
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2008-03-10: MOBILE TIMES Weekly 0302
Die vier österreichischen Mobilfunkbetreiber Hutchison 3G Austria, mobilkom austria, ONE und T-Mobile Austria haben sich auf einen Handy-Kinder-Kodex geeinigt, der das europäische Rahmenwerk für die sichere Benutzung von Mobiltelefonen durch Kinder und Jugendliche aufgreift. Selbst eigene Kinder- und Jugendbeauftragte wurden ernannt und weil wir im Zeitalter der Gleichberechtigung leben, sind all diese Beauftragten Frauen. Wahrscheinlich ist das aber ein Zufall...
    Sony Ericsson überraschte auch zur CeBIT, die sonst eher wieder zur Computermesse wurde, mit einem neuen Handy, aber das muss das Unternehmen wahrscheinlich, um dem Ziel Nummer 3 zu werden noch schneller näher zu kommen. Bei Motorola dagegen scheint sich das Personalkarussell noch immer sehr schnell zu drehen, denn letzte Woche verschwanden der CMO und der für das Handygeschäft verantwortliche Präsident aus dem Unternehmen aus der Führungsetage. Gartner informiert uns darüber, dass 2007 weltweit erstmals mehr als eine Milliarde Handys an Endkunden verkauft wurden, während nach IDC und Strategy Analytics die Auslieferungen der Handyhersteller die Milliarde bereits 2006 überschritten haben.
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2008-03-03: MOBILE TIMES Weekly 0301
Die Entscheidung ist gefallen: KommAustria vergibt die Lizenz für das Handy-TV an die MEDIA BROADCAST, ein Unternehmen der französischen TDF-Gruppe, die im Bewerbungsverfahren durch die Mobilfunk-Betreiber Hutchison 3G Austria und ONE unterstützt wurde. Wie es weitergeht werden wir sehen. Die ORS des ORF ist ja schon früher ausgeschieden und die zuletzt von der mobilkom unterstützte Mobile TV Infrastruktur GmbH hatte schon wegen der formalen Nichterfüllung von Vorschriften wenige Chancen.
    Der Verband Alternativer Netzbetreiber wehrt sich erbittert gegen den Vorschlag der TKK zur (Nicht-)Regulierung von Breitbandanschlüssen in den Ballungsräumen und die Österreichische Computer-Gesellschaft OCG bringt ausführlich ihre Bedenken gegen die mit Jahresbeginn in Kraft getretene Novellierung des Sicherheitspolizeigesetzes dar.
    Die CeBIT steht vor der Tür, doch wird sie für den Mobilfunkbereich nicht mehr ganz die Bedeutung der letzten Jahre haben, denn mit dem Mobile World Congress ist inzwischen ein Branchentreff entstanden, mit dem man in Hannover schwer konkurrieren kann. Für Endkunden wieder etabliert sich die Internationale Funkausstellung mehr und mehr als Messe für mobile Elektronik. Die deutschen Messeplätze kämpfen inzwischen offensichtlich mit harten Bandagen gegeneinander. So etwa will die Messe Köln der Messe Leipzig mit einer «Europäische Branchenmesse GAMESCom» ab 2009 das Wasser abgraben und hat auch den Bundesverband Interaktive Unterhaltungssoftware e.V. (BIU), der bisher mit Leipzig kooperierte als Partner gewonnen. Leipzig wieder hat die europäische (in Leipzig) und asiatische (in Singapur) Games Convention mit der jeweils zugehörigen Entwicklerkonferenz und wird sich wohl kräftig wehren...
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2008-02-25: MOBILE TIMES Weekly 0300
Das Forum Mobilkommunikation stellte kürzlich die SAR-Werte von Handys ins Internet. Noch im November 2007 hatte man sich über eine Pressekonferenz der Wiener Ärztekammer geärgert, in der die u. a. gefordert hatte, dass die Handys mit den so genannten SAR-Werten gekennzeichnet werden. Die Kontrollbehörde RTR schlägt vor, dass der Breitbandzugang in Ballungsräumen, wo es ohnehin jede Menge Konkurrenz gibt, praktisch nicht mehr reguliert wird. Darüber gab es beim Mitbewerb naturgemäss ein wenig Aufregung. Für Österreich sagt Tech Data-Geschäftsführer Thomas Witting voraus, dass 2008 das Jahr des Smartphones wird und hofft für seine Fachhändler auf zusätzliche Umsätze durch Beratung. Bei den Plakaten im Jänner hat wieder einmal eine Telekomfirma den stärksten Eindruck beim Publikum hinterlassen und zwar Tele2 mit dem Affen-Sujet.
    Noch steht die Telekomwelt im Zeichen der Neuigkeiten aus Barcelona, aber es gibt auch eine Reihe anderer interessanter Meldungen wie z. B. einen kostenlosen Sprachführer aus Frankreich, die Auslieferung einer GSM-Version des Palm Centro oder neue Speicherbausteine von SanDisk und Toshiba. In Barcelona schien es einen Trend zur Fussgängernavigation zu geben und Dolby will jetzt auch aufs Handy kommen.
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2008-02-18: MOBILE TIMES Weekly 0299
In Wien wurde im Rahmen des Europäischen Safer Internet Tages der 1. Österreichische Handyfilmpreis vergeben und «Ö3-Mobil» heisst ein neuer Handyclient von «Hitradio» Ö3 und ergänzt die bisherigen SMS-Angebote. Aufregender war aber entschieden der Mobile World Congress in Barcelona, der uns viele neue Handys bescherte. Darunter auch zahlreiche Symbian-Modelle - und nicht nur von Nokia, sondern auch von LG, Samsung und Sony Ericsson. Die japanischen Schweden überraschten aber auch mit einem Windows-Modell, das ziemlich offensichtlich von HTC gefertigt wird. Haben sich die Gerüchte, über die wir schon Ende September berichtete haben, also doch bewahrheitet. Interessant, dass der Shooting Star der letzten Monate Barcelona offensichtlich völlig ignoriert hat: Apple war nicht da und auch Steve Jobs verzichtete darauf, dort eine Rede zu halten.
    Wie ebenfalls bereits angekündigt, spielte LTE eine ganz wesentliche Rolle. Das zweite wichtige Infrastrukturthema waren so genannte Femtozellen, die UMTS-Basisstationen für daheim und als drittes Thema - eigentlich ein Dauerbrenner - Linux am Handy. So lange es so viele Vorschläge gibt, wie sie auch diesmal zu sehen und hören waren, wird daraus wohl nichts. Ist doch seltsam, dass so viele Interessensgruppen auf Basis eines kostenlosen Betriebssystems Geld verdienen wollen ...
    Schliesslich verdient auch noch Khronos Beachtung. Immerhin könnten sich damit Programmierer viel Arbeit ersparen, wenn sie ihre Programme von einer Plattform auf die nächste portieren.
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2008-02-11: MOBILE TIMES Weekly 0298
Das Thema dieser Woche am Mobile World Congress in Barcelona wird sicher die «Long Term Evolution» bzw. LTE der GSM-Familie sein, die Anfang der neunziger Jahre ganz bescheiden mit einem GSM 900-Netz begann und inzwischen - wenigstens theoretisch - zu einem Datenübertragungsystem geworden ist, das bald 300 Mbit/s übertragen kann. Wir kennen zwar keinen Anwender, der das fordert und Untersuchungen zeigen, dass auch jetzt kaum zwanzig Prozent der Mobilfunkumsätze mit «Daten» gemacht werden - wenn man SMS dazu zählt... Aber was soll man sonst dem Mobilfunkkunden anbieten, als schöne herrliche Zeiten, die auf ihn zukommen? Wir wüssten da schon einiges...
    Es ist doch auffällig, dass ein ausgesprochen erfolgreiches Gerät wie das BlackBerry, das ausschliesslich für professionelle Anwender gemacht wird, kaum in Versionen mit UMTS angeboten wird.
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2008-02-04: MOBILE TIMES Weekly 0297
Entgegen der kolportierten Meinung geht die Telekom-Control-Kommission auch gegen die Telekom Austria vor und beauftragte sie «vorgelagerten Einrichtungen» so umzukonfigurieren, dass sie keine Signale mehr aussenden, die Breitbandanschlüsse alternativer Betreiber stören. Ob das den Alternativen reicht, bleibt abzuwarten. Der Testbetrieb für DVB-H wurde nun endgültig eingestellt, nachdem er ein halbes Jahr länger als geplant auf Sendung blieb. Die Zukunft von DVB-H in Österreich ist jedenfalls ziemlich offen. Weniger offen ist HDTV, das ab 7. Juni 2008 vom ORF via Satellit ausgestrahlt werden soll.
    In der grossen Welt gab es viele Überraschungen: Nokia kauft den einzigen Anbieter einer mobilen Linux-Plattform, die tatsächlich in Handys genutzt wird und Microsoft macht ein Kaufangebot für Yahoo! Aber auch an interessanten Endgeräten brachte die letzte Woche einiges an Überraschungen: So baut Garmin in ein Navigationssystem ein komplettes 3,5G-Handy ein und das nüvifone ist fertig. Kurzweil wieder baut ein Nokia N82 so um, dass es Blinde zum Lesen verwenden können. Doch auch das Notebook, das ein Handy ist und von HTC stammt ist interessant und Outdoorfreunde können vielleicht das Samsung SGH-M110 kaum erwarten, das die von anderen Herstellern abgebrochene Tradition der Outdoor-Handys wieder aufnimmt.
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2008-01-28: MOBILE TIMES Weekly 0296
Wie angekündigt hat MITACS ein Mobiltelefonangebot für Menschen mit Migrationshintergrund gestartet und auf den ersten Blick sehen manche Auslandsgebühren im ersten Tarif YouTalk wirklich aggressiv aus. Vorerst gibt es aber nur ein Prepaidangebot und die Details sind noch etwas verschwommen. Aufregung gab es um eine Meldung der Arbeiterkammer, die TA- und Mobilkom Austria-Chef Boris Nemsic vorwarf, dass sein Vorstandsbezug 2006 auf 2,12 Millionen Euro und damit um satte 128 Prozent angehoben worden sein soll. Nemsic erklärte die 128 Prozent für «schlicht und einfach falsch, sogar komplett falsch!» und ärgerte sich auch «menschlich, dass die Arbeiterkammer falsch rechnet», wie er dem «elektrojournal» erklärte.
    Nokia hat im vierten Quartal - wenigstens nach den Zahlen der IDC - das vor Jahren von Jorma Ollila gesetzte Ziel eines Weltmarktanteils von 40 Prozent erreicht. Samsung hat sich als stabiler Zweiter dahinter angereiht und Motorola, die eigentliche Erfinderfirma des Handys landete nur mehr auf Platz 3. Und nicht einmal der ist ganz sicher, denn Sony Ericsson wächst mit Riesenschritten und will wohl wieder auf dem einst von Ericsson belegten Platz 3 Platz nehmen.
    Bei neuen Endgeräten beginnt sich wieder etwas zu tun. Von den Grossen sind momentan Nokia und Sony Ericsson die Vorreiter, die uns bereits einen Blick in die nächsten Monate gewährt haben.
    Dass die Wirtschaftslage nicht ganz so gut ist, wie manche erklären, könnte man als Ursache für die zahlreichen Personalrochaden, die eigentlich nach Jahresbeginn sonst nicht so häufig sind, annehmen.
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2008-01-21: MOBILE TIMES Weekly 0295
Im Februar steht mit der >ITnT< im Messezentrum Wien Österreichs grösste derartige Messe auf dem Programm. Das sensationelle Wachstum der letzten Jahre dürfte heuer aber eher moderat ausfallen, wenngleich man durchaus mit Zuwächsen rechnet. Die Telemediziner der Austrian Research Centers wurden für ihre eHealth-Anwendung international ausgezeichnet, weil mit ihren Applikationen auch Menschen, die sonst auf dauernde Arztbetreuung angewiesen wären, ein beinahe normales Leben führen können.
    Intel, der Welt grösster Chiphersteller, erwartet einen deutlichen Zuwachs bei den «ultra mobilen» PCs. Daher setzt man darauf, dass energieeffiziente Computer mit Tastatur und einem Display, das grösser ist als bei einem Smartphone, den Nutzern eher das Interneterlebnis bieten können, das sie erwarten, als dies mit Handys und Smartphones möglich ist. Bei den Prozessoren zeigt sich inzwischen ganz deutlich, warum Intel die XScale-Linie abgestossen hat: Alle Prozessoren dürften in Zukunft mit dem gleichen Befehlssatz arbeiten können, so dass es Programmierer wohl deutlich einfacher haben werden. Parallel dazu kommen jetzt tatsächlich wirklich kleine Notebooks auf den Markt.
    In Deutschland herrscht grosse Aufregung, weil Nokia die Handyproduktion in Bochum einstellt. Weniger aufgefallen ist, dass Nokia auch die anderen Aktivitäten a diesem Standort einschliesslich Forschung & Entwicklung los haben möchte. «Auf die paar Cent» kann es dem grossen Konzern mit seinen Riesengewinnen doch nicht ankommen, war der einhellige Tenor der deutschen Kommentare. Bloss ein Kommentator wagte, allerdings erst spät nachts, die Frage, ob man dafür, dass auf einem Handy «Made in Germany» steht, «ein paar Cent» mehr bezahlt - wo doch Geiz so «geil» ist. Zuletzt war die Aufregung so gross, als BenQ Siemens schloss, während Motorola das Werk in Flensburg mit deutlich weniger Begleitmusik schliessen konnte.
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2008-01-14: MOBILE TIMES Weekly 0294
Nun haben die Hotspots auch die heimischen Starbucks erreicht. Was in den USA schon lange üblich ist, bietet man in Zusammenarbeit mit T-Mobile auch hier: 30 Minuten Internet für eine Tasse Kaffee.
    Die IT-Branche hat mit der Consumer Electronic Show (CES) in Las Vegas die erste Grossveranstaltung des Jahres absolviert, die in Fülle an Neuigkeiten brachte, über die wir in MOBILE TIMES Weekly auch ausführlich berichten. Vieles, was Rang und Namen hat, war dort vertreten, um bereits fast zwei Monate vor dem Mobile World Congress im Februar in Barcelona zu zeigen, wo man steht. Firmen, für die «Consumer» nicht ganz so wichtig sind oder die sich lieber in Barcelona präsentieren wollen, beginnen daher bereits jetzt zu berichten, was sie so in Barcelona alles zeigen wollen.
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2008-01-07: MOBILE TIMES Weekly 0293
Willkommen in einem hoffentlich angenehmen und erfolgreichen Neuen Jahr. Die Branche liegt noch ein wenig im Winterschlaf, weshalb wir diesmal ein wenig mehr Platz haben, um über neue Technologien zu berichten. So hat man an der Stanford University eine Möglichkeit gefunden, die Akkukapazität mehr als deutlich zu erhöhen. Theoretisch wäre eine Verzehnfachung bei LithiumIonen-Batterien möglich. Solarstrom scheint sich in Entwicklungsländern mehr und mehr zu einer interessanten Alternative für die Stromversorgung von Basisstationen zu entwickeln und Sun Microsystems hat OpenSPARC T2 unter GPL freigegeben. Bei den Endgeräten ist die Vorstellung des TWP-800 von Turtle Wireless interessant, denn damit kommt wieder einmal das Konzept eines Handyarmbands auf den Markt. Der texanische Anbieter will das GSM-Armband aber vorerst nur in Lateinamerika vertreiben. Aus Dubai kommt mit dem Neo 808i, das derzeit kleinste Handy der Welt - man kann es als Schlüsselanhänger tragen und hat dennoch alle Funktionen.
    Es gibt also doch eine Menge Neuigkeiten. Wir wünschen Ihnen viel Spass beim Lesen und noch einmal ein erfolgreiches Jahr 2008.
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