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2007-06-25: MOBILE TIMES Weekly 0273
Nun haben wir in Österreich also statt einer staatlichen Telekom deren drei als Ergebnis der Liberalisierung. Österreichs Mobilfunkmarktführer mobilkom austria ist ja eine Tocher der Telekom Austria, T-Mobile wird von der Deutschen Telekom kommandiert und Orange ist der verlängerte Arm von France Télécom. Bleibt gerade noch Hutchison mit (laut RTR) vier Prozent Marktanteil als privater Herausforderer. In der Schweiz war das ja schon bisher so: Swisscom Mobile als Mobilfunktochter der nach wie vor mehrheitlich staatlichen Swisscom, Orange von France Télécom und sunrise, als Tochter der Tele Danmark, was ja ihr amtlicher Name TDC Switzerland durchaus erkennen lässt. Dass die Mobilfunkpreise in der Schweiz deutlich höher sind als hierzulande wundert da eher wenig.
Nokia hat drei neue Handys in einer mittleren Preisklasse vorgestellt und die französische ModeLabs scheint sich zu einer Werkbank für «Marken»-Handys a la Hummer oder Levi's zu entwickeln. Von Kensington kommt ein sehr interessantes VoIP-Telefon und sowohl Philips als auch Siemens stellen interessante neue DECT-Produkte vor.
Der Versuch zweier Briten, die per Motorrad von Schottland nach Südafrika fahren und dabei nur mit dem Handy navigieren wollen, verspricht interessant zu werden. Wenige werden wissen, dass Vanco-Gründer und CEO Allan Timpany auch als Rennfahrer aktiv ist und heuer in seiner Klasse das berühmte 24 Stunden-Rennen gewonnen hat.
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2007-06-18: MOBILE TIMES Weekly 0272
Die ÖBB denkt darüber nach, in der Eisenbahn DVB-H einzusetzen. Erste Tests auf der Stammstrecke der Wiener S-Bahn sollen recht erfolgreich gewesen sein. Die Arbeiterkammer fand heraus, dass bei Internettelefonie die Taktung oft ungünstig ist und dass eine Stunde VoIP 70 Megabyte verbraucht. Die Einführung des OGO durch A1 erfolgt zwei Jahre nach der Schweizer Swisscom, dennoch ist A1 damit erst der achte Anbieter weltweit, bei dem es den OGO gibt.
Sony Ericsson veranstaltete in Berlin Festspiele, bei denen sechs neuen Handy-Modelle, zahlreiche Zubehörangebote und drei Bluetooth Armbanduhren vorgestellt wurden. Und aus den USA kommt vom gleichen Unternehmen ein Hinweis auf ein mögliches PSP-Handy. Kein Wunder, dass die britische Ovum Motorola empfiehlt aufzupassen, um nicht von Samsung und Sony Ericsson überholt zu werden. Eine andere Entwicklung hat letzte Woche auch zwei erste Höhepunkte gezeigt: Handys von Autofirmen. Hummer und Porsche begnügen sich nicht damit, vorhandene Handys mit ihrem Namen zu versehen, sondern lassen eigene Modelle exklusiv entwickeln. Mit dem LG-KU250 kommt ein extrem billiges 3G UMTS-Handy auf den Weltmarkt, das bereits von zwölf Netzbetreibern bestellt wurde und die Stückzahlen von LG ordentlich nach oben treiben sollte.
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2007-06-11: MOBILE TIMES Weekly 0271
Telekom-Technik-Chef Helmut Leopold wurde vom Broadband Services Forums erneut zum Vorsitzenden gewählt. Kapsch BusinessCom kooperiert mit Microsoft bei Unified Communication und bringt die Produkte von SurfControl nach Österreich.
Ein echter Aufreger war letzte Woche der Verkauf von Avaya. Alle möglichen Kombinationen wurden in der Presse durchgehechelt. Am Ende waren es wieder zwei Investmentfirmen, die zugeschlagen haben: Silver Lake Partners und die Texas Pacific Group. Ein anderer Aufreger war der Vorschlag des Investmentunternehmens Efficient Capital Structures, das meinte, dass Vodafone recht locker mehr als 70 Milliarden Euro an die Aktionäre ausschütten könne. Man müsse dazu nur die Beteiligung an Verizon Wireless hernehmen und zusätzliche Schulden machen. Auch Palm hat sich Geld bei den «Heuschrecken» geholt und schliesslich möchte Harbinger Capital Partners gerne die Mehrheit bei Openwave erwerben. Auch Netzbetreiber stehen weiter auf der Speisekarte: 3i hat 25 % von Finnet erworben. Und die Volksrepublik China ist durch den Kauf eines Anteils an Blackstone im Wert von drei Milliarden Dollar selbst in diesen Kreis eingetreten. So nebenbei frisst Flextronics den Konkurrenten Solectron auf.
Ein Schocker, wenn auch im Wesentlichen kein mobiler, war der wahrscheinlich erste Cyber-Krieg der Welt, mit dem Estland attackiert wurde. «Nicht von Schweden...» wie der estnische Präsident Toomas Hendrik Ilves meinte.
Auf der erfreulichen Seite zeigt Celtel in Afrika, dass man über Roaming gar nicht sprechen braucht, wenn man die Netze mehrerer Länder als eines zusammenschaltet und die Kunden in allen diesen Ländern zum eigenen Inlandstarif telefonieren.
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2007-06-04: MOBILE TIMES Weekly 0270
Die Einführung von X-Series bei Drei wird wohl den Wettbewerb unter den Mobilfunkern weiter anheizen. Die Wiener BenQ-Zentrale ist wieder auferstanden. Josef Forer hat mit einem Partner den Unternehmensteil aus der Masse herausgekauft und führt ihn nun unter neuem Namen als BelTel Mobile weiter. Die österreichische ACP expandiert und übernimmt die Stuttgarter PC Service. In der öffentlichen Diskussion gehen dieweilen die Wellen wegen des geplanten Gesetzes zur Vorratsdatenspeicherung hoch. Einer der Gründe liegt darin, dass praktisch kaum eine Institution zur Begutachtung eingeladen wurde. Selbst die Rechtsanwälte erfuhren vom Gesetzesentwurf nur aus der Zeitung.
Mit dem Palm Foleo kommt der Handheldspezialist auf eine Idee zurück, die vor vielen Jahren schon Mr. Potter - nicht Harry, sondern Sir David - mit dem Psion 5 und dem netBook verfolgte. Vielleicht war damals die Zeit noch nicht reif dafür. Wir werden sehen, ob sie das heute schon ist, denn dann wird der Kampf um das Betriebssystem tatsächlich einer um das Überleben von Microsoft als die Welt beherrschender Anbieter. ASUS scheint den Markt für Smartphones wirklich ernst zu nehmen und bringt ein neues Modell um das andere heraus.
Während die Medien teilweise noch die Senkung der Roaminggebühren durch die Europäische Union bejubeln, haben die Netzbetreiber begonnen, die Öffentlichkeit darüber zu informieren, dass bei ihnen das Roaming ohnehin schon bisher billiger gewesen ist. In den USA hat Qualcomm einen Dämpfer erhalten, weil ein Gericht urteilte, dass der CDMA-Spezialist Patente von Broadcom verletzt hat.
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2007-05-21: MOBILE TIMES Weekly 0269
Hutchison will mit einer ziemlich aggressiven Werbekampagne möglichst viele Kunden in das eigene mobile Internet holen. Bis Redaktionsschluss gab es noch keine bösen Reaktionen der anderen Anbieter. Möglicher Weise ist Drei momentan bei Daten wirklich am billigsten? Die RTR freute sich über einen Rückgang der Streitschlichtungsfälle und führt das auch auf einige eigene Verordnungen zum Schutz der Kunden zurück.
Bei den Endgeräten stellte sich nun - nach Nokia und Sony Ericsson - auch Motorola mit einer Palette neuer Modelle ein. Darunter ist auch das lange erwartete Q in einer GSM-Version - die CDMA-Version gab es ja schon längst. Bei Apple dürfte die Zeit für die planmässige Einführung des iPhone langsam knapp werden, denn der Juni ist nicht mehr weit und Exklusivpartner AT&T Mobility nimmt nach wie vor keine Vorbestellungen entgegen. Allerdings hat man letzte Woche die Zulassung der FCC in den USA erhalten, womit das iPhone in groben Zügen fertig sein dürfte. Schliesslich hat der hierzulande kaum bekannte chinesische Hersteller Hi-Tech Wealth mit seinem solarbetriebenen Handy den Grossen ein wenig die Show gestohlen. Im Hintergrund geht das langsame Sterben des Handheldmarktes weiter, der im ersten Quartal wieder um - je nach Rechnung - 36 bis 40 Prozent geschrumpft ist.
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2007-05-14: MOBILE TIMES Weekly 0268
Nicht wenig stolz ist die zuständige Staatssekretärin Heidrun Silhavy daruf, dass sich Österreich in der zum achten Mal erschienenen E-Readiness Studie der Economist Intelligence Unit (EIU) gegenüber 2006 um drei Plätze verbesserte und nun in der Spitzengruppe auf dem 11. Rang (der 69 weltweit grössten Volkswirtschaften) liegt. Damit das Volk auch etwas davon hat, fordern die Internetanbieter eine staatliche Förderung für private Computerkäufer - zumindest für finanziell schwache.
Nachdem vor einer Woche Nokia eine ganze Palette an Neuheiten für Indien angekündigt hatte, kommt diesmal Sony Ericsson mit Neuheiten für die westliche Welt und darunter auch das neues UIQ-Smartphone P1i. Eine weitere interessante Neuigkeit kommt aus Korea. Dort liefert Pantech ein Handy aus, dessen Tastatur ein OLED ist und sich daher dem Verwendungszweck entsprechend anpasst. Die Brennstoffzellentechnologie ist offensichtlich marktreif, denn via MyTreo.net kann man solche Zellen von Medis Technologies bereits kaufen. Bei Jamba! in Berlin wurde die Führungsmannschaft mehr oder weniger komplett ausgetauscht. Lediglich Markus Berger-de León darf noch bleiben. Eine geradezu geniale Wendung hat Acer als Verteidigung gegen HP gefunden: Die Zulieferer sind schuld und sollen bei der Verteidigung helfen. In der Schweiz wird Swisscom ab 1.Juli erstmals VDSL mit bis zu 15.000 kbit/s anbieten.
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2007-05-07: MOBILE TIMES Weekly 0267
Ericsson hat für ONE eine Plattform gebaut, die erstmals in Zentraleuropa die gekaufte Musik gleichzeitig auf das Handy und auf den PC des Käufers liefert. Noch vor zwei Wochen berichteten wir über einen US-Künstler, der eher scherzhaft einen Badeanzug mit Solarzellen ausstattete. Aber jetzt kommt Triumph International mit dem echten tatsächlich nutzbaren Modell, das zusammen mit dem europäischen Solarzellenspezialisten Conergy entstand. Das Modell wartet nur mehr darauf, dass eine Handelskette oder ein anderer eine Serie bestellt. Ebenfalls kein Traum mehr sind 3D-Navigationssysteme, denn das erste mit den entsprechenden Karten von Tele Atlas ist bereits am Markt. Und bei IBM ist man weiter in Richtung Science Fiction unterwegs und hat Nanoteilchen dazu gebracht, sich in Chips selbst zu organisieren und ein als Isolator genutztes Vakuum zu erzeugen. Am anderen Ende der technischen Bandbreite stellte Nokia sieben neue Modelle vor, die für sich entwickelnde Länder gedacht sind und ohne Subvention ab 35 Euro kosten. In Italien brachte LG das Symbian-Handy JoY mit vorinstallierten Google-Applikationen auf den Markt. Das «Google-Phone» soll in anderen europäischen Ländern ebenfalls lanciert werden.
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2007-04-30: MOBILE TIMES Weekly 0266
In Österreich haben T-Mobile und Fujitsu Siemens Computers ihre bestehende Allianz um einen dritten Partner erweitert: Der Distributor Tech Data wird nicht nur die Notebooks, sondern auch die notwenigen Mobilfunkverträge aus einer Hand anbieten. Damit gewinnen Fujitsu Siemens und T-Mobile auf einen Schlag ein weiteres Vertriebsnetz. Daneben werden die FONeros mit ihren beinahe kostenlosen Telefonaten über Wi-Fi immer aktiver. Jüngster Streich ist eine Software, mit der man einen gewöhnlicher Rechner mit Wi-Fi ohne Wi-Fi Router in einen FONspot verwandeln kann. Das geht aber derzeit nur für Linux- und Mac-Maschinen mit Intel-Prozessoren. «Wintel» spielt da nicht (mehr?) mit. Kein Wunder, dass in Nordamerika die aktuelle Mobiltelefonwelt von Microsoft und die künftige von Apple aufeinander prallen und wenigstens die Apple-Seite von einer FUD-Kampagne, die Furcht, Unsicherheit und Zweifel (Doubt) verbreiten soll, spricht. Ebenfalls in den USA führt Motorola eine Abwehrschlacht gegen den Milliardär Carl Icahn, der unbedingt in den Board von Motorola gewählt werden will. Derweil kauft sich Swisscom Fixnet bei LiberoVision ein, von der nicht weniger als eine echte Revolution beim Ansehen von Sportübertragungen erwartet werden kann.
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2007-04-23: MOBILE TIMES Weekly 0265
Jetzt haben wir ein interessantes Patentproblem: Die relativ kleine kalifornische Firma Hop-on hat zwei US-Patente zugesprochen erhalten: Eines für Klapphandys und eines für Handys mit MP3-Player. Da das US-Patentamt drei Jahre überprüft hat, ob die von Hop-on behauptete Innovation tatsächlich eine solche war, dürften die Patente halten. Ob allerdings Motorola, Nokia, Samsung und die anderen Branchenriesen wirklich kampflos an Hop-on zahlen werden, wird sich in den nächsten Monaten zeigen.
Während die Mobilfunkbetreiber sich über Testbetriebe und Kooperationen vorsichtig dem Thema Fernsehen auf dem Handy nähern, überlegen wenigstens in den USA die TV-Betreiber, wie man dieses erwartete Geschäft selbst machen könnte.
Gestritten wird weiter allenthalben. In Österreich schenkten sich RTR und VAT bezüglich der eTel-Übernahme durch Telekom Austria nichts und in den USA sieht sich jetzt Yahoo! einer Klage von Bürgerrechtlern gegenüber, weil man Daten von Bürgerrechtlern an die chinesische Regierung übergeben hat. Das Gesetzt das Yahoo! damit verletzt haben soll, stammt aus dem Jahr 1789. Im Kampf zwischen Nokia und Qualcomm gibt es weiter keine Aussicht auf Verständigung.
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2007-04-16: MOBILE TIMES Weekly 0264
Die Sensation, die wohl jeder schon vernommen hat, war, dass Apple und EMI überein gekommen sind, in Zukunft ihre Musik im Apple-Laden im Internet ohne Kopierschutz anzubieten. Wenn andere Anbieter diesem Vorbild folgen, kann das den Nutzer nur freuen. An einer anderen Front wird der Kampf zwischen Nokia und Qualcomm um die Patentkosten immer heisser. Man deckt sich mit Klagen gegenseitig förmlich zu. Aber auch andere Mittel werden eingesetzt: Qualcomm meinte, dass man keine Nokia-Patente brauche. Darauf erwiderte Nokia, dass Qualcomm überhaupt der grösste Nutzer von Nokia-Patenten weltweit sei. Sehr erfreulich für international Reisende ist der Beschluss des Europaparlaments, eine Obergrenze für Roaminggebühren einzuführen. Wie die Netzbetreiber in Ländern, wo ein Gutteil der Einnahmen von ausländischen Gästen stammt auf diesen Entfall von Einnahmen reagieren werden, bleibt abzuwarten. In Deutschland und in der Schweiz mit ihren deutlich höheren Inlandsgebühren werden die Auswirkungen wohl weniger dramatisch sein als in Österreich, wo die Inlandsgebühren sehr niedrig sind.
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2007-04-02: MOBILE TIMES Weekly 0263
Wenn auch die CeBIT für den Mobilfunk ziemlich wenig Bedeutung hatte - die CTIA Wireless in Orlando in Florida dafür umso mehr. Das ist auch der Grund, warum so viele Neuheiten - und nicht nur für den amerikanischen Markt - dort angekündigt worden sind. Sogar Sony Ericsson - in den USA noch nicht unter den TOP 5 zu finden, nutzte Orlando für Neuvorstellungen.
Die beiden Mobilfunkallianzen Bridge Mobile Alliance und FreeMove haben beschlossen, enger zusammenzuarbeiten. Damit entsteht ein Konstrukt mit 400 Millionen Kunden weltweit. Eine völlig andere Art der Kooperation zeichnet sich zwischen Sagem und Sony Ericsson ab. Offensichtlich will der schwedisch-japanische Konzern die Handys für den Niedrigpreisbereich von den Franzosen entwickeln und fertigen lassen, und dass Autoradios immer besser mit Handys können, zeigt jetzt ein neues Modell von Blaupunkt, das sich auch beim Datenträger vom Mobiltelefon inspirieren lässt und auf ein CD Laufwerk verzichtet.
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2007-03-26: MOBILE TIMES Weekly 0262
Die Erfolgswelle von Motorola scheint vorbei, denn die Zurücknahme der Umsatzprognose um eine Milliarde am vergangenen Mittwoch lässt keinen anderen Schluss zu. Auch die hektischen Umbesetzungen in der Führungsspitze sprechen für sich, Und da ist da noch die unausgesprochene Drohung des Investors Carl Icahn, der findet, dass Motorola zu viel Geld in der Kasse hat. Natürlich sind auch die Kritiker von CEO Ed Zander wieder munter geworden und erinnern daran, dass die Erfolge der letzten Zeit vor allem auf Handymodellen beruhten, deren Entwicklung noch unter Mike Zafirovski begonnen worden war. Zafirovski wurde bei der Neubestellung des CEO übergangen und hat deshalb Motorola verlassen. Währenddessen sitzen vermutlich einige Finnen an einem ihrer tausend Seen und erinnern sich daran, wie Motorola mit dem StarTAC in den neunziger Jahren eine Revolution bei der Handybauweise brachte, nur um anschliessend für Jahre in finanziellen Problemen zu versinken. Dann kam von Motorola wieder ein revolutionäres Handy... - und jetzt fragt man sich, ob der Kreislauf bei Motorola wieder von vorne beginnt.
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2007-03-19: MOBILE TIMES Weekly 0261
Die CeBIT läuft zwar noch, aber es ist eindeutig: Für die Mobilfunker ist das keine Hauptmesse mehr. Von den grossen Herstellern waren zwar Samsung und Sony Ericsson deutlich präsent und wenigstens an den Ständen der deutschen Netzbetreiber fand man auch fast alle anderen Anbieter, aber die grossen Neuheiten blieben für Handyfans aus. Dafür gab es interessante Ansätze bei kleinen portablen Computern, die nun auch von AMD entdeckt worden sind. Nachdem Intel jahrelang für den UMPC, den ultramobilen persönlichen Computer, trommelte, setzt nun der Konkurrent auf SFF, was so viel wie Small Form Factor heissen soll. Festplatten sollen übrigens - so stellen es sich SanDisk und Intel vor - bald durch Festspeicher ersetzt werden, was wohl bei mobilen Geräten Vorteile bringen kann. Der Preis pro Megabyte ist aber bei den mechanischen Datenträgern noch immer günstiger und wird es wohl noch eine Weile bleiben.
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2007-03-12: MOBILE TIMES Weekly 0260
Deutlich sind die Trends noch nicht, aber bei genauem Hinsehen werden sie schon erkennbar. Einmal führt die unersättliche Wachstumsgier der Mobilfunker zu immer mehr datentauglichen Endgeräten wie z. B. Notebooks mit integriertem UMTS und auf der anderen Seite das Bedürfnis von Kunden, die eigentlich nur telefonieren wollen, zu vereinfachten Handys. Die Verwaltung von Netzen wird zudem immer komplexer, weil die Einmaligkeit, die der GSM-Standard eine Zeit lang dargestellt hat, schon wieder im Abklingen ist, weil immer mehr Sonderfunktionen auftauchen, die es inzwischen gelegentlich zum Glücksspiel machen, ob ein UMTS-Handy auch in einem «fremden» Netz fehlerfrei funktioniert. Und dann drängen da noch Technologien auf den Markt, die mit 3G konkurrieren wie etwa mobile WiMAX oder mobiles VoIP. Die haben dann noch den Vorteil, dass sie recht preiswert sind. Also verlegen sich Netzbetreiber und Handyhersteller auf den Sektor Werbung und werden uns bald ausführlich mit bebilderten Inseraten und Werbespots am Handy beglücken...
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2007-03-05: MOBILE TIMES Weekly 0259
Was bedeutet der Einstieg von Milliardär Icahn bei Motorola? Was passiert mit den Fabriken von BenQ Mobile? Das waren nur einige der Fragen, die letzte Woche heftig diskutiert wurden. Der Reigen der Übernahmen und Firmenkäufe dreht sich immer schneller und irgendwie sieht es für den unvoreingenommen Beobachter bereits wie ein Strudel aus. Nicht der, den man in Wien ist, sondern der, in den man z. B. im Meer hineingezogen wird. Die Gerüchteküche kocht. So machen Berichte die Runde, dass Palm verkauft werden soll und als potentielle Käufer werden Microsoft, Motorola, Nokia und andere genannt, nur um dann gleich für jeden der Käufer einzeln und haarklein zu erklären, warum der eigentlich nicht in Frage kommt. Zu dieser Art von Meldungen passt auch eine über Nokia: Die Finnen würden überlegen, ob sie mit einer kräftigen Preissenkung Motorola noch mehr in Schwierigkeiten bringen könnten. Wir denken, dass die meisten Firmen einfach Geld - möglichst viel davon - verdienen wollen. Wenn man nebenbei dem Mitbewerb schaden kann, macht man das wohl auch. Aber selber weniger Geld verdienen, um dem Mitbewerb zu schaden?
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2007-02-26: MOBILE TIMES Weekly 0258
Noch hält die Welle an Neuheiten an, die durch den 3GSM-Kongress in Barcelona ausgelöst wurde und auch für nächste Woche gibt es noch jede Menge an Informationen. Der Aufreger der Woche ist aber kein Produkt, sondern die Verurteilung von Microsoft zur Zahlung von 1,52 Milliarden Dollar wegen der Verletzung von zwei MP3-Patenten der ehemaligen Bell Laboratorien, die heute zu Alcatel-Lucent gehören. Wenn das Urteil hält, wäre das die höchste derartige Strafzahlung in der US-Geschichte. Den bisherigen Rekord hält Kodak mit 909 Millionen Dollar, die man 1990 an Polaroid wegen der Verletzung von Patenten bezüglich Sofortbildkameras bezahlen musste. Kodak hat anschliessend den Markt für Sofortbildkameras verlassen.
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