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 Was gibt es Neues?
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2007-11-27: MOBILE TIMES Weekly 0289
Der Streit um das 19,90 Euro-Angebot der Telekom Austria ist noch nicht beendet, beginnt aber langsam abzuebben. Bei der RTR heisst der neue Geschäftsführer genau so wie der alte Dr. Georg Serentschy. Diesmal wurde er aber nur auf maximal drei Jahre bestellt, denn vielleicht schafft es die Regierung doch noch, eine unabhängige und konvergente Medien- & Telekommunikationsbehörde einzurichten, wie im Regierungsübereinkommen vorgesehen. Dann werden nämlich alle Posten neu ausgeschrieben und die bisherigen Bestellungen erlöschen.
Mit dem Nokia N82 kommt ein neues Handy auf den Markt, das dem N95 aus dem gleichen Haus durchaus Konkurrenz machen könnte. In den USA sind die Gewichte bei den Handymarken deutlich anders verteilt als im Rest der Welt: Motorola ist unangefochten Marktführer und Nokia liegt weit abgeschlagen auf Platz vier.
Die Fussball-Europameisterschaft EURO 2008 wirft ihre Schatten voraus und sowohl Telekom Austria als auch Swisscom arbeiten eifrig an den Vorbereitungen, denn die zu übertragenden Datenmengen suchen ihresgleichen.
Noch einmal in die USA: AT&T hat mit der Übernahme von Dobson erneut unter Beweis gestellt, dass der einst von Präsident Reagan zerschlagene Riese wieder da ist und wenn schon nicht ein Monopol, so doch wenigstens der Grösste unter allen sein will.
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2007-11-24: MOBILE TIMES Weekly 0288
Aufregung um das Kombipaket der Telekom Austria: Um 19,90 Euro pro Monat surft man mit zwei Megabit/Sekunde ohne Limit durch das Internet, hat bis zu drei Mobiltelefonanschlüsse und einen Festnetzanschluss. Mit dem Handy zahlt man fünf Cent pro Minute in alle Netze... Was ursprünglich für alle Kunden gedacht war, darf nach einem Entscheid der RTR nur mehr Neukunden angeboten werden.
Die Hype-Meldung war gewiss die Ankündigung von Google mit «Android» ein eigenes Betriebssystem für Mobiltelefone auf den Markt zu bringen. Bei genauer Betrachtung gibt es das von HTC, Motorola und der Deutschen Telekom unterstützte Betriebssystem noch gar nicht und neu ist es auch nicht, denn, wie mehrerer derartige Versuche, baut es auf einem Linux-Kern auf.
Wirklich interessante Meldungen, wie die neue Technologie von Broadcom, die auch billigen Headsets in Zukunft Geräusch- und Echounterdrückung bieten wird oder der Vorstoss der Europäischen Union, die durch neue Technologien schon bis 2010 die Zahl der im Strassenverkehr Getöteten oder verletzten halbieren will, gehen da praktisch unter. Selbst die Gründung des «Software Assurance Forum for Excellence in Code» (SAFECode), einer gemeinnützigen Organisation, die sich «ausschliesslich der Vertrauensbildung in Produkte und Serviceleistungen des Bereichs Informationstechnologie» widmet und Gründungsmitglieder Microsoft, SAP oder Symantec vorweisen kann, war keine so grosse Sensation, wie ein Betriebssystem, das es noch gar nicht gibt.
Dietmar Dworak macht uns auf eine Fehler im Text zur Meldung über T-Mobile «FairPlay Plus» in der letzten Ausgabe aufmerksam: Der Tarif sollte auch im Text richtigerweise «FairPlay Plus» heissen, während «FairPlay Smart» für Selbstständige und Kleinunternehmern gedacht ist.
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2007-11-05: MOBILE TIMES Weekly 0287
Für Österreich könnte ein Entwurf der European Regulators Group, in dem die Gleichstellung von VoIP-Anbietern und Festnetz-Betreibern vorgesehen ist, dem Geschäft mit VoIP neue Dynamik verleihen - wenn er umgesetzt wird. Die ISPA warnt einmal mehr davor, dass ohne Senkung der Preise für Mietleitungen, die Gefahr eines Monopols besteht.
Als erstes heimisches Sammel- und Verwertungssystem hat sich UFH entschlossen ein eigenes Wiederaufbereitungswerk in Kematen an der Ybbs zu errichten. Dort sollen jährlich 12.000 Tonnen Elektro- und Elektronikschrott in wieder verwertbare Rohstoffe verwandelt werden.
Die Welt der Navigation ist voller Überraschungen. Zuerst macht TomTom ein Übernahmeangebot für Tele Atlas, dann kauft Nokia überraschend Navteq und lässt damit Garmin, den nach eigener Einschätzung weltgrössten Anbieter von Navigationsgeräten, plötzlich ohne unabhängigen Kartenlieferanten. Also setzte man sich bei Garmin hin und versucht eine feindliche Übernahme von Tele Atlas, wofür man 3,3 Milliarden Dollar locker machen will. Damit legt Garmin auf das ohnehin schon hohe Angebot von TomTom, das 32 Prozent über dem Börsenwert liegt noch einmal 15 Prozent darauf. Was die Sache für den Aussenstehenden so verwirrend macht, sind Aussagen wie die von Canalys-Analyst Chris Jones, der in einem US-Medium mit der Aussage zitiert wird, dass es etwa 18 Monate dauern und 600 Millionen Dollar kosten würde, eine solche Kartenfirma wie Tele Atlas oder Navteq aus dem Boden zu stampfen. Wenn man so eine Firma um 600 Millionen selber machen kann, warum kauft man dann eine um mehr als drei oder gar mehr als neun Milliarden?
In Südafrika könnte im Zuge des Kampfes gegen Terrorismus und Kriminalität bald das Roaming unmöglich werden.
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2007-10-29: MOBILE TIMES Weekly 0286
Die mobilkom austria hatte Al Gore zu Besuch und liess parallel dazu gleich auch das Potential der Branche, etwas gegen den Klimawandel zu unternehmen, untersuchen. Bundesminister Buchinger freut sich wieder einmal über ein Urteil gegen Mobilfunker: Dem Gericht sind 24 Monate Bindungsfrist zu lange - den meisten Mobilfunkkunden wohl auch.
Bei den Endgeräten hat Sony Ericsson geradezu ein Feuerwerk an Neuheiten abgefeuert - das Weihnachtsgeschäft steht ja vor der Tür.
Endlich haben wir einen weiteren 3G-Standard. Wie vermutet hat die ITU auch WiMAX zu einem 3G-Standard gemacht, womit wir nun glücklich bei mindestens sechs - je nach Zählungsmethode können es auch mehr sein - 3G-Standards sind, die alle in ein Endgerät passen und auch für alle weltweit eingesetzten Frequenzen nutzbar sein sollen. Es gibt offensichtlich Bereiche, in denen man der Industrie nicht das Normierungsfeld überlassen darf, aber nach der seinerzeitigen Kraftanstrengung für GSM darf man von Europas Politikern wohl erst nach einer langen Erholungspause wieder Aktivitäten erwarten - vor allem wo sie ja doch jetzt mit der Bekämpfung des Microsoft-Monopols ziemlich beschäftigt sind.
Mit BILDmobil kommt - vorerst nur in Deutschland - eine völlig neue Art von Mobilfunkangebot auf uns zu: Billig telefonieren und die Zeitung gratis am Handy lesen - und das Ganze auch noch ohne Vertrag.
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2007-10-22: MOBILE TIMES Weekly 0285
Der Traum vom einheitlichen Mobilfunkstandard wird immer diffuser. Schien es vor wenigen Jahren noch so, als ob mit GSM ein solcher Standard tatsächlich entsteht, so ist mit dem Beschluss des «einheitlichen» 3G-Standards IMT-2000 durch die ITU die Idee schon sehr verwässert worden. Zu den bisher bereits akzeptierten 3G-Standards kommt nun vermutlich noch einer dazu: Die ITU soll, so sagen Gerüchte, auch WiMAX in den Status eines 3G-Standards erheben wollen. Es könnte sogar sein, dass der Beschluss schon gefallen ist, wenn Sie diese Zeilen lesen. Damit hätten wir dann neben UMTS, CDMA2000, TD-SCDMA, DECT und EDGE/UWC-136 auch noch WiMAX. Ob es je einem Hersteller gelingt, so wie sich die ITU das vorstellt, alle diese Technologien in ein IMT-200-Handy zu pressen, das man weltweit einsetzen kann, wird so immer unwahrscheinlicher. Abgesehen davon, dass dann wohl die Preise der Geräte in fast ungeahnte Höhen steigen könnten...
Eine interessante Idee entstand aus einer Kooperation von mobilkom austria und dem Herold Adressbuchverlag: Navigation nach dem Telefonbuch. Man braucht dazu eigentlich nur die Telefonnummer des Ziels zu wissen und schon wird man hingeführt.
In Deutschland verkauft sich die BILD-Zeitung als Handy. Man kann ein Prepaid-Handy erwerben und auf diesem kostenlos das Internetangebot der Zeitung nutzen. Es fallen keinerlei Extrakosten an.
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2007-10-15: MOBILE TIMES Weekly 0284
Die interessante Entdeckung, dass in der EU die Netzbetreiber bei Grenzübertritt eigentlich informieren müssten, welche Gebühren im besuchten Land anfallen und dass man Anspruch auf eine kostenlose Hotline im fremden Land hat, verdanken wir dem deutschen Onlinemagazin teltarif.de. Wer in letzter Zeit im Ausland war, könnte uns unter roaming@mobile-times.com seine diesbezüglichen Erfahrungen mitteilen.
In Wien stritt man kürzlich wieder heftig über die geplante Elektronische Gesundheitsakte namens ELGA. Kompromiss zwischen Befürwortern und Gegnern scheint noch keiner in Sicht. Dagegen fand eine Lexmark-Untersuchung heraus, dass bereits 37 Prozent der österreichischen Haushalte WLAN nutzen und weitere 42 Prozent derartiges planen.
In Europa macht Nokia Siemens Networks mit den Ausgliederungen ernst: 160 Mitarbeiter im belgischen Herentals wandern zu Devoteam, 235 in München und Berlin zu IBM und schliesslich weitere 58 in Berlin zur indischen Wipro. Ein Ende dürfte damit noch nicht erreicht sein. Von Siemens wird berichtet, dass der neue CEO Peter Löscher mit den Joint Ventures mit Fujitsu und Nokia nicht besonders glücklich ist. Den Aufsichtsratssitz bei Nokia Siemens Networks hat er jedenfalls bereits geräumt und an Rudi Lamprecht übergeben.
Interessierte werden sicher schon festgestellt haben, dass die GSMA ihre Auszeichnungen für 2008 bereits ausgeschrieben hat. Neu ist, dass heuer auch Auszeichnungen für mobile Innovationen, die das Geschäft vorantreiben könnten, vergeben werden.
Für Verspielte gibt es jetzt endlich die Bluetooth-Uhren von Sony Ericsson, die sich so mancher wohl zu Weihnachten wünscht. Ein geeignetes Handy vorausgesetzt kann man damit sicher Eindruck machen.
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2007-10-08: MOBILE TIMES Weekly 0283
Bei ONE wurde der Eigentümerwechsel vollzogen und damit auch der Wechsel in der Geschäftsleitung. Statt Jørgen Bang-Jensen sitzt jetzt Michael Krammer auf dem Chefstuhl. Auch der CFO ist neu und gleich zum Start gab es auch ein kleines Feuerwerk an Neuigkeiten. Nachdem Elmar Grasser bei E-Plus gekündigt hat, dürfte auch diese Position bei ONE bald neu besetzt sein.
Grosse Aufregung gab es um einen Breitbandtest im «Konsument», der uns zeigte, was wir ohnehin schon wussten: Das mobile Breitband ist längst nicht so breit wie die Werbung sagt - und auch im Festnetz ist es oft nicht so schnell wie versprochen.
Die Sensation der letzten Tage war wohl die Ankündigung von Nokia, dass man NAVTEQ übernehmen wird. Nach der schon länger mitgeteilten beabsichtigten Übernahme von Tele Atlas durch TomTom wären dann beide Weltmarktführer bei digitalen Landkarten in festen Händen und andere Anbieter von Navigationssystemen müssen zähneknirschend bei der Konkurrenz kaufen. Dass beide Skype-Gründer aus dem aktiven Geschäft ausgeschieden sind und gleichzeitig eBay den Wert von Skype in der Bilanz um eine Milliarde Dollar herabgesetzt hat, bestätigt wohl alle Skeptiker. Die Jubler sind ohnehin schon woanders hin weiter gezogen.
Bei den Handys machen wir diesmal mehr einen Ausflug in die USA, weil ja in Europa kaum etwas Neues zu finden ist. Das einzig wirklich Neue ist das B&O Serenata, das es aber in sich hat: Wie bei dieser Marke nicht anders zu erwarten, haben sich die Designer sehr viel gedacht.
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2007-10-01: MOBILE TIMES Weekly 0282
ONE bringt mit Mobile Tagging eine Methode, mit der kann sich das mühselige Eintippen von Internetadressen über die Handytastatur ersparen kann, sondern einfach ein kleines Bildchen mit der Handykamera einliest. A1 senkt die Kosten für Datenroaming, 3 erweitert das Angebot an TV-Kanälen. Laut RTR steigt die Zahl der mobilen Breitbandanschlüsse mittlerweile rasant - dafür stagniert deren Entwicklung im Festnetz. Das Wiener Handylautsprecherwerk von NXP darf weitere 42 Millionen Euro investieren und will weiter Weltmarktführer bleiben.
Rund um die Welt tauchen neue Endgeräte aller Art auf. Kaum mehr jemand stellt ein «ganz gewöhnliches» Handy vor, obwohl die ja wohl weiterhin die Mehrheit stellen werden. Mancher Netzbetreiber möchte schon jetzt die Familien und Firmen über sein Mobilfunknetz vernetzen, während die Hersteller gerne warten würden, bis ihre «Femtozellen» marktreif sind. In Afrika testet man Mobilfunk als Bankersatz, damit Leute in gefährlichen Gegenden nicht mit Bargeld hantieren müssen. In Grossbritannien startet mit BLYK ein MVNO, der sich - wenn möglich - völlig aus Werbeeinnahmen finanzieren will. Die Kunden müssen sich Werbeeinschaltungen ansehen, zahlen dafür aber keine Gesprächsgebühren. Für USB haben sich die Anbieter mobiler Geräte jetzt tatsächlich auf einen Universalstecker geeinigt und der an der Würzburger Julius-Maximilians-Universität entdeckte Quanten-Spin-Hall-Effekt könnte das Warmlaufen von schnellen Computern Vergangenheit werden lassen. In Chicago schliesslich führte Motorola erstmals ein mobiles WiMAX-Netz in der Praxis und in freier Natur vor.
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2007-09-24: MOBILE TIMES Weekly 0281
Interessant waren letzte Woche die offiziellen Ankündigungen zum Start des Apple iPhone in Europa, auch die Vorstellung des UMA-Handys 6301 von Nokia gehürt in die Rubrik «Spannend» und schliesslich durfte die mobilkom austria group jubeln, weil ihr Netz in Mazedonien nach rekordverdächtig kurzer Zeit den Betrieb aufnehmen konnte.
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2007-09-17: MOBILE TIMES Weekly 0280
Via eTel reitet die Telekom eine Attacke gegen Tele2 und kann sich dabei sogar auf die Streitschlichtungsstelle der RTR berufen, in deren Bericht die Entwicklung bei Tele2 als «Besorgnis erregend» bezeichnet wird - was eTel natürlich als Argument nutzt. Zu den erfreulichen Dingen gehört das Angebot von Lehrmaterialien zum Thema Handy durch handywissen.at und sicher auch dass das Arzterinnerungssystem der Österreichischen Krebshilfe jetzt auch via SMS funktioniert. Schliesslich dürfen sich Rapid-Fans noch über ein eigenes WAP-Portal freuen und die Stadt Wien darüber, dass ihr Umstieg von A1 zu T-Mobile abgeschlossen ist. Hoffentlich hat T-Mobile jetzt wieder mehr Zeit für «normale» Kunden. Immerhin hat sie 2006 laut RTR neben Tele2 die kräftigsten Zuwächse bei der Streitschlichtung gehabt.
Das Angebot an «exklusiven» Handys nimmt wie jedes Jahr vor Weihnachten zu. Der Herbst hat zwar kaum erst begonnen, aber in den Zentralen der Mobilfunker plant man bereits ausführlich das Weihnachtsgeschäft, das wohl für die Branche inzwischen genau so wichtig ist, wie es früher schon für Juweliere und Süsswarenanbieter war.
Bei den Aufträgen, über die sich die verschiedenen Anbieter freuen, tut sich in letzter Zeit am meisten in den Sektoren Videoübertragung und Gesundheitswesen. Vor allem Spitäler entdecken mehr und mehr, dass mit flächendeckenden Funklösungen im Spital viele Doppelgleisigkeiten und Mehrfacherfassungen vermieden werden können. Eine Entdeckung, die ein Jahr vor der Fussballeuropameisterschaft offensichtlich auch die Fussballclubs machen.
Noch eine interessante Entwicklung: War bis vor kurzem für alles und jedes IP die richtige Lösung, tauchen jetzt plötzlich Aussagen und Angebote auf, die sagen, dass leitungsvermittelte Übertragung nach dem Ethernet-Standard kostengünstiger und effektiver sind. Teilweise werden solche Installationen sogar bereits errichtet und als Netze des 21. Jahrhunderts bezeichnet.
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2007-09-10: MOBILE TIMES Weekly 0279
Verwirrung um die so genannten «Terminierungsgebühren»: Der Bescheidentwurf der TKK (Telekom Kontrollkommission) sieht vor, dass bis 1.1.2009 diese Gebühren, die das jeweils «empfangende» Netz vom «sendenden» Netz erhält auf einheitlich 5,72 Cent sinken sollen. Bisher hat z. B. mobilkom austria immer argumentiert, dass durch die so genannte asymmetrische Regulierung Millionenbeträge an die kleineren Netzbetreiber abfliessen. Jetzt fordert Hutchison 3G als kleinster Netzbetreiber die völlige Abschaffung der Gebühren mit der Argumentation, dass sonst die mobilkom austria 300 Millionen Euro «Übergewinn» macht.
Bei Sony Ericsson gibt es einen Präsidentenwechsel. Auf Miles Flint folgt Hideki 'Dick' Komiyama. Bei Apple beginnt man sich an den Mobilfunkmarkt anzupassen und senkt den Preis für das iPhone. Gleichzeitig wird das Modell mit dem kleineren Speicher schon wieder eingestellt.
Historiker haben wieder entdeckt, dass am 7. September 1987 in Kopenhagen fünfzehn Telekommunikationsunternehmen aus dreizehn Ländern ein «Memorandum of Understanding» unterzeichneten, dass die Grundlage für GMS bildete. Damals war das eben eine Absichtserklärung und bis die ersten Netze gebaut wurden, dauerte es noch Jahre und «Handys» kamen noch später. Wenn also wer vom 20. Geburtstag des GSM-Handys erzählt, stimmt das nur sehr bedingt. Auch der 20. Geburtstag der Mobiltelefonie kann nicht gefeiert werden, denn der ist schon lange vorbei. Immerhin: Vor zwanzig Jahren wurde ein Papier unterzeichnet, dass den Weg für den beispiellosen Siegeszug einer in Europa gemeinsam entwickelten Technik bereitete.
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2007-09-03: MOBILE TIMES Weekly 0278
Die RTR führt wieder Konsultationen zur Vergabe von Frequenzen durch. Sie will aber auch wissen, was die Öffentlichkeit davon hält, die bisher für GSM reservierter Funkbänder im 900 und 1800 MHz-Bereich für andere Mobilfunktechniken zu öffnen. Der ÖAMTC hat bei einer europäischen Meinungsumfrage herausgefunden, dass die Österreicher High Tech lieben. Die TV-Digitalisierung geht weiter und wird für die grösseren Städte wohl mit Oktober abgeschlossen sein. Dann ist Schluss mit dem heimischen Analog-TV.
Jetzt wo der Herbst beginnt, beginnt auch wieder der Reigen neuer Endgeräte. Nokia und Sony Ericsson sind ebenso dabei wie Handy-Newcomer Asus oder Palm. Auch beim Zubehör geht es kräftig los. So hat Nokia nun eine Navigationsfreisprechanlage vorgestellt. Dabei fällt uns ein, dass Nokia bezüglich der Kosten für die Rückrufaktion, über die wir in der letzten Ausgabe berichteten, mit Batteriehersteller Matsushita eine Einigung gefunden hat. Die Japaner werden laut Nokia die gesamten direkten Kosten der Aktion übernehmen.
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2007-08-20: MOBILE TIMES Weekly 0277
Jetzt hat es Nokia also auch direkt erwischt: 46 Millionen Akkus vom Typ BL-5C werden zurückgerufen. Da hilft es nicht viel, dass die Akkus von Matsushita Battery Industrial Co. Ltd., besser bekannt mit dem Markenname Panasonic, stammen. Weltweit wurden laut Nokia bisher etwa 100 Fälle von Überhitzung beim Ladevorgang berichtet und «Es gab keine ernsthaften Personen- oder Sachschäden». Jedenfalls sollte man überprüfen, ob man einen derartigen Akku hat. Auch dann kann es noch ein Akku gleichen Typs von einem anderen Erzeuger sein, denn die Gesamtzahl der Akkus des Typs BL-5C liegt bei über 300 Millionen.
Wenn man wissen will, ob der eigene Akku betroffen ist, muss man entweder im Internet nachsehen oder eine kostenpflichtige Hotline anrufen (Österreich 0810 281 900 um 2,18 Cent je Minute, Schweiz 0848 100 010 um 1 Rappen pro Minute)
Der Sommer ist für viele Unternehmen «Halbzeit». Aus der Halbjahresbilanz kann man schon ganz gut abschätzen, wie das Gesamtjahr laufen wird. Zwar ist niemand vor Überraschungen gefeit, aber generell stimmen die Trends meist. Heuer sieht es so aus, als ob Nokia dem einst von Jorma Ollila ausgegeben Ziel von 40 % Weltmarktanteil sehr nahe kommen könnte. Der Absturz von Motorola dürfte weiter gehen und manche Beobachter nehmen bereits an, dass auch Sony Ericsson die Amerikaner überholt und sie auf den vierten Platz verweist. Eigentlich schade um Motorola, denn das Unternehmen war vom ersten Mobiltelefon über das StarTac bis zum aktuellen RAZR immer wieder für Innovationen gut, konnte aber der Technik selten das adäquate Marketing zur Seite stellen. Samsung wird wohl den zweiten Platz halten können, wenngleich das Wachstum von Sony Ericsson noch rasanter ist als das ohnehin rasante der Koreaner. LG wird mit einem Zuwachs, der prozentuell etwa dem von Nokia entspricht, sicher auch in den TOP 5 bleiben.
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2007-08-06: MOBILE TIMES Weekly 0276
Die schon länger diskutierte Möglichkeit, anonyme, unverarbeitete GSM Daten in exakte und zeitnahe Verkehrsinformationen umzuwandeln, wird jetzt durch TomTom und Vodafone in Grossbritannien realisiert. Eine weitere Installation soll bald auch in den Niederlanden starten. Parallel dazu hat TomTom ein Kaufangebot für Tele Atlas gemacht, um in Zukunft mit eigenem Kartenmaterial arbeiten zu können.
Es gibt zwar diesmal wenig über neue Endgeräte zu berichten, aber das, was es gibt, ist durchaus aufregend: Nokia hat endlich den neuen Communicator auf den Markt gebracht, die chinesische CECT stellt ein Handy vor, das 75 (!) Tage in Bereitschaft bleibt und aus Deutschland erreicht uns die Kunde, dass die bislang ziemlich unbekannte BellPepper Mobile AG zwei UMTS-Empfangsteile samt zwei SIM-Lesern in ein Handygehäuse gequetscht hat.
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2007-07-23: MOBILE TIMES Weekly 0275
In Österreich überschlagen sich die Mobilfunker auch im Sommer mit immer neuen Sonderpreisideen, auch für mobile Datenübertragung. Allerdings hat das ÖIAT festgestellt, dass die erreichten Übertragungsraten weit unter den Werbeaussagen der Mobilfunkanbieter liegen. Vielleicht auch deshalb testet NTT DoCoMo bereits ein System mit dem bis zu 300 Mbit/s möglich werden sollen. Für i-mode scheint ausserhalb Japans doch der Erfolg auszubleiben, denn O2 und Telstra stellen es ein. Dresdner Wissenschafter suchen nach einem Weg mit so genannten «quantum dots» auf der Fläche einer normalen Festplatte mehrere Terabyte an Daten unterzubringen.
Interessant ist vielleicht auch, dass der ÖAMTC Echtzeit-Verkehrsinformationen in Google Earth integriert und das FMK einen Fotowettbewerb «Handy-Shooting-Star» veranstaltet.
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2007-07-09: MOBILE TIMES Weekly 0274
Mit tele.ring stellt jetzt ein Anbieter die Kunden klarer als bisher vor die Wahl: Neues Handy oder weniger Grundgebühr. Bei Drei hat man eine vor Jahren von Tele2 Mobile bereits lancierte Idee aufgefrischt und lädt die Kunden ein, für empfangene Gespräche aus fremden Netzen Gutschriften zu lukrieren. Die aktuelle preiswerte Datenmenge via Internet scheint drei Gigabyte pro Monat zu sein, denn sowohl A1 als auch T-Mobile haben ein entsprechendes Angebot gemacht. ONE bekommt mit dem ehemaligen tele.ring-Boss Michael Krammer einen neuen Lenker und Gründungs-Boss Jørgen Bang-Jensen verlässt sein Unternehmen mit Anfang Oktober.
Dass Sommer ist, bemerkt man an oft an den aktuellen Themen. So wird rund um die Welt intensiv über mobiles Fernsehen diskutiert und auch die EU-Kommission kann am Thema nicht vorbei gehen. Weniger sommerlich sind die zahlreichen Personalrochaden in der Branche, die, weil sie für die Jahreszeit eher untypisch sind, gewisse Vermutungen über die tatsächliche Situation der Unternehmen aufkommen lassen. Völlig überschattet vom Start des iPhone war in den USA die Vorstellung des wahrscheinlich weltweit ersten UMA-Angebotes durch T-Mobile USA. Der direkte Übergang zwischen Wi-Fi und Mobilfunk ist nun in kommerziellem Massstab realisiert worden und dürfte langfristig mehr Bedeutung bekommen als die Vorstellung eines neuen Smartphones.
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