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Was gibt es Neues?
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2008-10-30: MOBILE TIMES Weekly 0326
Die Arbeiterkammer hat einmal mehr das Mobile Breitband-Internet getestet und erwartungsgemäss feststellen müssen, dass das Durchschnittstempo im Download 72 Prozent unter der von mobilen Breitband-Anbietern angeführten maximalen Geschwindigkeit liegt. Allerdings hat sich gegenüber dem Test 2007 die durchschnittliche Geschwindigkeit von 800,6 kbit/s auf immerhin 1000,6 kbit/s verbessert. Ob es sich um eine generelle Verbesserung handelt oder die Anbieter nur die bereits bekannten Testorte aufgerüstet haben, bleibt allerdings offen. Am schnellsten war A1, vor Drei, tele.ring, T-Mobile, One (jetzt Orange) und Yesss.
    Laut TKK hat die Mobilfunkpenetration in Österreich 120 Prozent erreicht, denn inzwischen sind mehr als 10 Millionen genutzte SIM-Karten im Umlauf. Laut TKK wurde der starke Anstieg in den letzten Monaten durch die zunehmende Nutzung von SIM-Karten für mobiles Breitband getrieben und geht auf den verstärkten Erwerb von UMTS-fähigen SIM-Karten zurück. Ende März waren in Österreich rund 6,94 Millionen GSM- und 3,07 Millionen UMTS-fähige SIM-Karten im Einsatz. Mit der Zunahme der SIM-Karten sinken paradoxer Weise die Umsätze im Mobilfunksektor, obwohl die Zahl der Gesprächsminuten ein starkes Wachstum zu verzeichnet. 4,8 Milliarden Minuten wurden im ersten Quartal mobil telefoniert - um 22 Prozent mehr als im korrespondierenden Quartal des Vorjahres. Während auch die Zahl der SMS stark steigt und jetzt bei 1,1 Milliarden im Quartal liegt, sank die Zahl der MMS auf inzwischen 8,3 Millionen ab.
    Sony Ericsson hat Gerüchte, dass man das Portfolio straffen, also reduzieren, will, bestätigt, gleichzeitig aber eine Fülle neuer Produkte auf den Markt gebracht. Die Erklärung wird wohl in der Entwicklungsdauer von Geräten liegen, denn hat man die Kosten der Entwicklung einmal getragen, bringt man das Gerät auch auf den Markt. Andere Hersteller haben in letzter Zeit weit weniger Geräte vorgestellt. Besonders auffällig war, dass während der Symbian Smartphone Show in London lediglich Samsung ein neues Gerät vorstellte.
    Der weltweite Abschwung wird auch vor den Handyherstellern nicht halt machen. Zwar erwartet man für 2008 noch ein Wachstum, aber schon 2009 könnte es erstmals zu einem Rückgang kommen.
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2008-10-20: MOBILE TIMES Weekly 0325
Die Börsenkrise hat nun wohl alles im Griff und wenn unsere Politiker nicht aufpassen, dann wird wohl eine veritable Wirtschaftskrise daraus. Eine Minderheit hat immer die Ansicht vertreten, dass ein dauerndes Wachstum nicht möglich ist, weil dafür einfach die unbeschränkten Ressourcen fehlen. In der Krise werden diese Stimmen mehr Gehör finden, aber sobald die Krise - aus welchem Grund auch immer - vorbei ist, werden die Wachstumsprediger wieder die Mehrheit bilden.
    Die ITK-Branche sollte jetzt auch lernen mit einer schrumpfenden Wirtschaft zu leben. Bei genauer Betrachtung der tatsächlichen Vorgehensweise findet man aber, dass das Geschäft meist wie bisher betrieben wird: Durch niedrigere Preise der Konkurrenz Kunden abjagen und damit Marktanteile gewinnen. Dieses Gewinnen von Marktanteilen hat in Zeiten der Hochkonjunktur einen guten Grund: Wer schneller wächst und mehr Kunden hat, dessen Aktien sind mehr wert und der bekommt daher bei den Banken leichter Kredite, um weiteres Wachstum zu finanzieren. Bloss wächst momentan nichts - ausser dem Frust der Börsianer, weil die Regierungen nur mit Milliarden und nicht mit Billionen helfen. Die Milliarden müssen die Bürger der Staaten, deren Regierungen solche Hilfspakte geschnürt haben, in Zukunft entweder durch höhere Steuern oder durch geringere Leistungen des Staates bei gleichen Steuern aufbringen.
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2008-10-06: MOBILE TIMES Weekly 0324
Das lange erwartete Google-Handy wurde, wie angekündigt, endlich vorgestellt. Ab 22.Oktober dürfen es US-Kunden von T-Mobile schon kaufen und ab November auch britische Kunden der Deutschen Telekom.
    Eine interessante Beobachtung haben wir in der Schweiz gemacht: Bei uns kündigen Mobilfunker gross an «X Leistung um Y Euro» und weisen mit einem Sternchen auf das Kleingedruckte hin. Dort kann man dann lesen, dass der ausgelobte Preis nur für sechs Monate gilt und sich dann für die nächsten 18 Monate verdoppelt. In der Schweiz funktioniert das offensichtlich umgekehrt. Dort steht nämlich der reguläre Preis normal da und in Klammern vielleicht, dass man während er ersten sechs Monate die Hälfte zahlt.
    Die in MOBILE TIMES Weekly 0321 geäusserte Befürchtung, dass Daten von Telekomfirmen in unberechtigte Hände fallen könnten, ist sehr real: Der deutschen T-Mobile wurden nach einem Bericht in «Der Spiegel» schon 2006 mehr als 17 Millionen Kundendaten gestohlen. Die Frage an die Konsumentenschützer bleibt also aktueller denn je aufrecht: Wie sieht es mit einer schriftlichen Garantie dafür aus, dass im Falle einer missbräuchlichen Verwendung der Daten jedenfalls der Halter der jeweiligen Datenbank für alle Schäden haftet und nicht der Kunde, denn sonst sollte man die Frage der Zahlscheingebühr - am Zahlschein muss man seine eigene Kontonummer nicht anführen - erneut aufrollen. Eine gute Gelegenheit wäre ja die Erhöhung um 50 % die vor kurzem durchgeführt wurde.
    Als gelernter Österreicher weiss man aber, dass die Wahlen vorbei sind und die Politik sich jetzt wieder um Wichtigeres als den Staatsbürger und seine Probleme kümmern muss.
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2008-09-23: MOBILE TIMES Weekly 0323
Jetzt ist das Google-Phone tatsächlich da: Als T-Mobile G1 wurde das von HTC produzierte Gerät in New York vorgestellt und die Amerikaner können das Smartphone mit Android bereits ab 22. Oktober kaufen, während man in Österreich bis 2009 warten muss.
    Seitens T-Mobile erklärte man bei der Präsentation, dass für den Durchbruch des mobilen Internets die passenden Endgeräte gefehlt hätten. Eine seltsame Erklärung, denn das neuen Android-Handy sieht einer Reihe von HTC-Geräten, die es schon bisher gab, durchaus ähnlich und auch Nokia hatte mit der Serie Communicator ein Gerät, mit dem man im Internet surfen konnte. Den Durchbruch verhindert haben bisher die Tarife der Netzbetreiber und an denen kann auch Google nichts ändern.
    In wenigen Tagen sind Wahlen. Dabei spielt die Frage, wie gut die Europäische Union ist und wie viel davon wir brauchen, eine entscheidende Rolle. Ein Lehrbeispiel dafür, was nationale Regierungen gar nicht können ist die Senkung der Roamingpreise. Natürlich könnte die heimische Regierung anordnen, dass Ausländer weniger für Handytelefonate zahlen müssen, aber das würde wohl kaum jemand verstehen. Übergreifend kann das nur die EU. Derzeit plant sie wieder eine Senkungsrunde für die Roamingpreise. Sie sollen so weit absinken, dass innerhalb der EU Gespräche, SMS und Datenübertragung gleich viel kosten wie im Heimatland. Damit wird die «Bürokratie» in Brüssel wieder einen Erfolg für die Verbraucher erzielt haben, der in der Union mehr oder weniger sofort, in Ländern, die nicht der Union angehören, wie Schweiz und Liechtenstein, allenfalls mit Verzögerung wirksam wird. Konsumentenschützer wird das freuen, Anhänger der freien Marktwirtschaft und natürlich die Mobilfunkunternehmen wird das weniger freuen. Fraglich ist ja auch, wie sich die Senkungen auswirken. Bisher nützten die Betreiber in Österreich die hohen Roamingeinnahmen dazu, im europäischen Vergleich sehr niedrige Inlandstarife anzubieten.
    Man sollte sich jedenfalls hüten, alles nur Schwarz und Weiss zu sehen. Das hat noch niemals funktioniert. Wenn er sich den heurigen Wahlkampf ansieht, hätte wohl der selige Bruno Kreisky gemurmelt: Geschichte haben's noch immer nicht gelernt...
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2008-09-09: MOBILE TIMES Weekly 0321
Eine wahre Klagewelle rollt nun beim Verwaltungsgerichtshof gegen die Entscheidung der TKK, die Regulierung des Breitbandmarktes in Ballungsgebieten zu beenden. Die klagenden Alternativen werfen der Regulierungsbehörde RTR vor allem formale Fehler beim Zustandekommen der Entscheidung vor.
    Erfreulich ist, dass sich nun auch T-Mobile mit tele.ring dem mobilen Zahlungssystem paybox angeschlossen hat. Damit fehlt jetzt eigentlich nur mehr Hutchison zu einem einheitlichen Zahlungssystem.
    Vor dem Hintergrund der in Deutschland bekannt gewordenen Weitergabe von Daten und Kontodetails durch grosse Unternehmen - auch der Telekom wurde das vorgeworfen - wäre es interessant zu wissen, ob der Oberste Gerichtshof hierzulande auch jetzt noch entscheiden würde, dass die von den Mobilfunkern eingehobene Zahlscheingebühr in Ordnung ist, weil ja jeder auch problemlos via Konto zahlen könnte. Vielleicht könnten die Konsumentenschützer von den Mobilfunkern eine schriftliche Garantie einfordern, dass im Falle einer missbräuchlichen Verwendung der Daten jedenfalls der Halter der jeweiligen Datenbank für alle Schäden haftet - sie können sich dann ja an den schuldigen Personen regressieren.
    Weltweit strebt alles nach einer einheitlichen Handy-Plattform. Die grossen Anbieter Ericsson und STMiceroelectronics legen jetzt das Geschäft für Mobilfunkplattformen in einem Joint Venture zusammen. Sie wollen damit erreichen, dass das neue Unternehmen rund 80 % des Weltmarktes für Mobilfunkplattformen abdeckt. Schon jetzt beziehen LG, Nokia, Samsung, Sharp und Sony Ericsson bei den beiden Mutterunternehmen des künftigen Gemeinschaftsunternehmens ihre Plattformen. Das erste Android-Handy steht vor der Tür, Samsung startet mit dem OMNIA eine neue Familie und Leute über 30 wissen - wenigstens in den USA - mit den vielen Features am Handy wenig anzufangen.
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2008-08-19: MOBILE TIMES Weekly 0320
Langsam bekommt man das Gefühl, dass kaum eine Woche vergeht, in der nicht irgend eine Klausel in irgendwelchen Mobilfunkverträgen vom Handelsgericht Wien als ungültig erklärt wird. Ist das Gericht strenger geworden oder sind die Verträge seltsamer als früher? Dafür scheint es bisher niemandem aufgefallen zu sein, dass T-Mobile die Gebühr für Zahlung per Zahlschein um 50 % erhöht hat. Wahrscheinlich finanziert man damit das Fairplay, das man so gross propagiert.
    Sommerzeit ist Gerüchtezeit. So berichteten renommierte Finanzmagazine, dass HTC Probleme habe, das angekündigte Android-Handy noch heuer auf den Markt zu bringen. So dicht waren die Gerüchte, dass HTC, sonst eher zurückhaltend, diese Gerüchte in einer eigenen Erklärung ausdrücklich als «Falschmeldung» bezeichnete und weiter «mit Spannung den Launch des ersten Android-basierten Gerätes im 4. Quartal» erwartet.
    Dem Apple iPhone 3G hingegen sagt man 3G-Verbindungsprobleme nach. Vordergründig ist natürlich Apple und hintergründig das Chipset schuld. Die Frage, ob es nicht doch auch am Netz liegen kann, stellt niemand - weil andere Handys in unserem 3G-Netz ja auch funktionieren. Dass praktisch jedes 3G-Handy für jedes 3G-Netz zertifiziert werden muss und die Funktion in fremden Netzen entweder Zufall oder - dank GSM - 2G ist, wird nirgends erwähnt.
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2008-08-05: MOBILE TIMES Weekly 0319
Für viele ziemlich überraschend hat Telekom-Festnetzchef Rudolf Fischer, Stellvertretender Vorstandsvorsitzender der Telekom Austria Group und Vorstandsvorsitzender der Telekom Austria TA AG das Handtuch geworfen und tritt mit Ende August zurück. Seine Agenden übernimmt Konzernchef Nemsic zusätzlich. Inzwischen liefern sich ONE und T-Mobile eine Schlacht um die Herkunft von ONE-Kundenadressen, die T-Mobile zur Werbezwecken genutzt hat.
    Die Arbeiterkammer warnt vor der Datennutzung im Ausland. Ein aktueller AK Test bei Drei, T-Mobile, A1, One und Tele.Ring für Griechenland, Italien, Kroatien, Spanien und die Türkei habe gezeigt, dass jemand, der z. B. 200 Megabyte verbraucht, im ungünstigsten Fall bis zu rund 3.000 Euro zahlt. Wasser auf die Mühlen von 3CEO Berthold Thoma, der nicht müde wird, von der EU im Datenverkehr gleichartige Massnahmen wie bei der Sprachtelefonie zu fordern.
    T-Online Austria stellt ihre Tätigkeiten als eigenständiger Portalanbieter, Netzwerkvermarkter und technischer Dienstleiter ein. Der Portalbetrieb wird Ende September beendet.
    Während das Apple iPhone unter Lieferschwierigkeiten zu leiden hat, kommt die Konkurrenz immer mehr in Fahrt und stellt der Reihe nach ihrer Alternativen vor. Derzeit hoch im Kurs ist das HTC Touch Diamond, das man aber nicht «anstatt» betrachten sollte, sondern als eine eigenständige Kreation mit zahlreichen interessanten Ideen. Sony Ericsson nutzt die bei anderen Herstellern entstandene Sommerpause, um nicht nur angekündigte Geräte auf den Markt zu bringen, sondern auch, um neue vorzustellen. Das wohl auch in der Hoffnung, den leichten Rückschlag im zweiten Quartal wieder ausgleichen zu können.
    Bei ONE hiess es zuletzt: «Die Bestellungen werden chronologisch nach Eingangsdatum, sowie nach Verfügbarkeit beliefert. Aufgrund der grossen Nachfrage kann es daher bei der Auslieferung zu Verzögerungen kommen» und bei T-Mobile meldete man schon am 16. Juli mit, dass alle iPhones 3G ausverkauft sind. Man versprach bald eine neue Lieferung und dass mit den verfügbaren Geräte dann im ersten Schritt die Vorbestellungen abgearbeitet werden.
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2008-07-21: MOBILE TIMES Weekly 0318
Die Österreichische Nationalbibliothek hat ihren digitalen Lesesaal für Zeitschriften wieder erweitert und die Telekom hat ihre Tests für Carrier ENUM abgeschlossen. Ein weiterer alternativer Anbieter weint darüber, dass sein einst mit eTel abgeschlossener Wiederverkäufervertrag im VoIP-Bereich gekündigt wurde. Angeblich zittern die Internetanbieter bereits vor Kündigungen von bestehenden Bitstream-Wiederverkäuferverträgen. Ein Grund mehr für Silver Server erneut eine Trennung von Netz und Telekom zu fordern. Andere Sorgen hat der ÖGB, denn die angekündigte weltweite Streichung von 17.000 Posten bei Siemens wird wohl auch an Österreich nicht spurlos vorübergehen. Im Kampf gegen eher kundenfeindliche Vertragsbestimmungen hat der VKI jetzt auch gegen ONE wieder einen Sieg davongetragen: Wenn aus verschulden von ONE ein Vertrag aufgelöst wird, muss der Kunde nicht mehr für die ursprünglich vereinbare Vertragsdauer seine Monatsgebühren entrichten.
    Weltweit will Orange mit einem neuen Leitbild und einer Markenkampagne den Ruf des Unternehmens weiter verbessern. Satellitenbetreiber Thuraya hat den dritten Satelliten übernommen und kann jetzt sein Versorgungsgebiet bis nach Australien ausdehnen. NAVTEQ gehört endgültig Nokia womit beide grossen Anbieter digitaler Karten ihre Selbständigkeit verloren haben, denn Tele Atlas ist ja schon früher von TomTom übernommen worden. Erstaunlich: Handybesitzer halten Recycling für einen wichtigen Beitrag zu einer bessern Umwelt, recyceln aber ihre alten Handys kaum.
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2008-07-08: MOBILE TIMES Weekly 0317
Der Streit um die De-Regulierung des Breitbandes in Ballungsräumen macht vor der Sommerpause nicht halt. Aktueller Anlass ist die Kündigung eines Wiederverkaufsvertrages durch die Telekom-Tochter eTel. Selbst der VAT ist der Meinung, dass ein guter Kaufmann möglichst an allen Leistungen selbst verdienen will und keinem Dritten das Geschäft überlassen will - und definiert damit natürlich die Regulierung auch als Systems, das der Telekom kein optimales Wirtschaften erlauben darf.
    Die Aufarbeitung der Fussball Europameisterschaft stand für die beteiligten Unternehmen an erster Stelle. Telekom Austria jubelte, Teltron als Betreiber des digitalen Behördenfunknetzes jubelte und selbst Wien Energie musste wohl oder übel eine Erfolgsmeldung abgeben, weil man sonst geglaubt hätte der Fehler bei der Stromversorgung sei ihr anzulasten.
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2008-06-23: MOBILE TIMES Weekly 0316
Eine schwierige Aufgabe versucht das Forum Mobilkommunikation wieder einmal zu lösen: Wie mache ich dem Publikum klar, dass Mobilfunk ohne Antennen und damit eben auch Masten nicht funktioniert. FMK-Geschäftsführer Maximilian Maier hat sich dazu diesmal den Spruch «Handy ohne Mast ist wie ein Zug ohne Schienen» einfallen lassen. In Österreich gibt es zwar mit 115 % eine der höchsten Durchdringungen mit Mobilfunk weltweit, aber die nicht immer und überall als optische Schönheiten anzusehenden Masten gefallen den Leuten auch nicht. Andererseits wird die Antennendichte wesentlich durch die Kundennachfrage nach Mobilkommunikation bestimmt: Je näher sich die Antenne beim Nutzer befindet, umso besser ist die Versorgungsqualität und umso niedriger ist die für die Verbindung notwendige Sendeleistung und damit die Intensität der elektromagnetischen Wellen.
    Insgesamt werden in Österreich derzeit 16.784 Mobilfunkstationen eingesetzt, von denen sich 7.517 auf gemeinsam genutzten Infrastrukturen befinden.
    Die Konzentration im Festnetz dürfte weiter gehen: Tele2 soll laut Format den Besitzer wechseln. Als potentielle Käufer werden in den Medien immer wieder die UPC, aber auch die Mobilfunker Hutchison, Orange und T-Mobile sowie natürlich so genannte Finanzinvestoren genannt. Die Beteiligten selbst geben dazu keinen Kommentar ab. Falls UPC zuschlägt, stehen Regulator und Wettbewerbsbehörde sicher einige schlaflose Stunden bevor...
    Was den Kunden der verschiedenen Internetfernsehangebote bevorsteht wird sich dann erst zeigen. Jedenfalls haben alle die EURO '08 dazu genutzt, entsprechende Angebote - auch in HDTV - lancieren. Wenig dagegen hört man über das vorher hochgejubelte Handy-TV DVB-H. Lag es daran, dass es nicht genug Handys gab oder war das Interesse einfach wirklich zu gering?
    Das jahrelang umstrittene TETRA-Behördenfunknetz dürfte zur EURO '08 seine Bewährungsprobe bestanden haben. Indiz dafür: Keine Meldung in der Boulevardpresse, dass irgendetwas nicht geklappt habe.
    Das iPhone wird nie mehr das sein, was es anfangs war: T-Mobile Deutschland bietet das Kultmodell zum gleichen Preis wie so genannte Wegwerfhandys an: Ab einem Euro ist man dabei. Damit wird das iPhone in den Augen der Kunden zu einem anderen Wegwerfprodukt, wie es schon eine Menge andere gibt. Für den Netzbetreiber - andere werden sicher folgen - ist das aber ein Weg, um mehr Datenumsätze zu generieren.
    Sony Ericsson hat eine breite Palette an Neuheiten vorgestellt. Darunter überraschend ein USB-Modem mit integriertem GPS. Mindestens ebenso überraschend war aber das Fehlen der lange erwarteten neuen Symbian-Modelle.
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2008-06-16: MOBILE TIMES Weekly 0315
Apple hat also jetzt doch ein iPhone mit UMTS vorgestellt und offensichtlich kann es fast jeder Netzbetreiber der es haben will, haben. In Österreich werden es zunächst ONE/Orange und T-Mobile anbieten. Weltweit soll das iPhone 3G am 11. Juli auf den Markt kommen. Für Endkunden interessant ist, dass das iPhone jetzt subventioniert werden darf. Das heisst, dass Angebote kommen werden, die durchaus erschwinglich sind und man den eigentlichen Kaufpreis während der Vertragslaufzeit mit der monatlichen Grundgebühr abstottert.
    Die Euphorie der Netzbetreiber wird vom Markt bisher nur mässig geteilt, denn nach unseren internen Marktbeobachtungen hatte Apple im Startquartal 3/2007 einen Weltmarktanteil von unter 0,5 Prozent, der dann im Weihnachtsquartal bis auf etwa 0,7 Prozent anstieg um im ersten Quartal 2008 wieder auf 0,5 Prozent zu fallen.
    Das TETRA Behördenfunknetz BOS-Austria scheint in der aktuellen Inkarnation von Tetron die Wünsche von Polizei, Rettung usw. während der Europameisterschaft erfüllt zu haben, denn bisher gab es keinerlei Beschwerden. Allerdings dauert die EURO '08, während der bis zu 20.000 Geräte im Netz sein werden, noch eine Weile. Immerhin wurden schon am ersten Spieltag innerhalb von acht Stunden 37.000 Funksprüche abgesetzt.
    Dass die Gerichtsbarkeit mit dem Tempo der Industrie gar nicht mehr mithalten kann, zeigte einmal mehr eine erfolgreiche Verbandsklage des Vereins für Konsumenteninformation (VKI): Das Handelsgericht Wien untersagt eine irreführende Mobilfunkwerbung von Tele2 und zwar eine «Blickfangwerbung für Gesprächspreise pro Minute» für den Tarif «Champion», der nach einer Taktung 90/60 abgerechnet wird. Zwar gibt es von Tele2 schon längst kein Mobilfunkangebot mehr gibt und Gerüchte sprechen bereits davon, dass sich Tele2 ganz aus Österreich zurückziehen wird, dennoch darf sich der VKI freuen, denn das Urteil ist ein weiterer Schritt in Richtung einer Reduktion von «Fangangeboten», die mit «Kleinstgedrucktem» garniert sind. Vielleicht dauert auch das nächste Mal das Durcheilen des Rechtsweges erster Instanz weniger lang.
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2008-06-09: MOBILE TIMES Weekly 0314
Angesichts der EURO '08 ist mobilkom austria doch noch in das mögliche Geschäft mit DVB-H eingestiegen und hat mit MEDIA BROADCAST eine Kooperationsvereinbarung zur «Komplettierung des A1 Mobile TV Angebotes» unterzeichnet. Es ist ja auch irgendwie paradox: A1 hat als Sponsor der UEFA EURO 2008 die exklusiven Rechte für die Fussballvideos, könnte also als einziger Anbieter ein «Vollprogramm» zur Europameisterschaft über DVB-H senden, hat allerdings keine Sendemöglichkeit. Die, die senden können, haben die Rechte für die Fussballvideos nicht. Für die Euro kommt der Vertrag mit MEDIA BROADCAST allerdings schon zu spät, denn noch gilt es organisatorischen Rahmenbedingungen zu klären und behördliche Vorgaben zu erfüllen. Von Laola soll demnächst der erste «echte» DVB-H-Kanal aufgeschaltet werden. Das wäre der erste überhaupt, denn die anderen sind ja doch nur Fernsehen wie gehabt.
    Weniger Probleme haben die Festnetzbetreiber, die anlässlich der EURO '08 auch gleich heftig ihre neuen HDTV-Angebote bewerben können.
    Die EURO '08 selbst ja hat nicht so gut begonnen, wie gehofft. Über den Start mit einer als unverdient empfundenen Niederlage tröstet auch nicht hinweg, dass es dem Partnerland Schweiz genau so erging. Es tröstet zwar nicht, aber es lenkt vielleicht ab: Das Angebot neuer Handys beginnt wieder zu rollen.
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2008-06-02: MOBILE TIMES Weekly 0313
Mit der EURO '08 vor der Tür konzentriert sich die Aufmerksamkeit weniger auf das Handy, dafür mehr auf das Fernsehen. Nach wie vor gibt es die beiden Seiten: Eine Seite setzt auf normales freies Digitalfernsehen am Handy und die andere erwartet durch das spezielle Handyfernsehen DVB-H eine zusätzliche Einnahmequelle.
    Hierzulande startet nun das DVB-H-Angebot endgültig. Es gibt vorerst 14 TV-Kanäle - einer ist noch nicht belegt - und vier Radiokanäle. Die beiden Netzbetreiber, bei denen man das Angebot bekommt, sind Hutchison und ONE. Die meisten TV-Programme gibt es auch via Kabel, Satellit oder auch terrestrischen Empfang. Die Radioprogramme sind alle ausnahmslos mit jedem Handy, das ein FM-Radio eingebaut hat, zu empfangen. DVB-T-Angebote gibt es bei A1 und bei T-Mobile. Während A1 ein für DVB-T geeignetes Modem von Huawei für Notebooks offeriert, bietet T-Mobile ein LG-Handy mit DVB-T an.
    Eine interessante Idee, wie man digitale Musik vor Raubkopierern schützt, ohne rechtmässige Käufer an der legitimen Nutzung zu hindern, hat das Fraunhofer SIT vorgeschlagen: Digitale Wasserzeichen. Bei illegalen Downloadbörsen kann man so ganz leicht feststellen, wo die Quelle des Musikstückes ist und der normale Nutzer merkt überhaupt nichts und braucht auch keine speziellen Installationen, um gekaufte Musik zu hören. Die Abschaltung irgendwelcher DRM-Server macht dann auch nichts mehr, denn man kann sich ja jederzeit für den Eigengebrauch eine Sicherheitskopie (oder mehrere) anfertigen.
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2008-05-26: MOBILE TIMES Weekly 0311
Die EURO '08 steht nun bereits vor der Tür. Gebührenpflichtiges Handy-TV ist eine Möglichkeit. Eine andere zeigt T-Mobile mit dem DVB-T-Handy von LG auf: Einfach «normales» Digitalfernsehen am Handy - ohne zusätzliche Gebühren. Den Nutzer freut es sicher, aber ob jemand, der ohnehin das alltägliche Fernsehen ohne Kürzung am Handy empfangen kann, dann noch für ein spezielles Handyfernsehen zahlt, wird sich wohl erst weisen.
    Wer in den Hochgeschwindigkeitszügen von Thalys in Europa unterwegs ist, braucht auch bei 300 km/h nicht mehr auf eine Internetverbindung zu verzichten; eine Kombination von Satellit, UMTS und Wi-Fi macht es möglich.
    Aufpassen heisst es jetzt für alle, die beruflich oder privat ins Ausland fahren und dort ihr Handy nutzen wollen. Die Roamingtarife wurden zwar durch den Druck der EU-Kommission gesenkt, aber bei vielen Netzbetreibern gibt es noch zusätzliche Vergünstigungen, die man aber extra bestellen muss. Dabei sollte man auch beachten - zumindest wenn die Vergünstigungen kostenpflichtig sind - dass man sie auch wieder abmelden muss. Sonst sitzt man im nächsten Winter womöglich daheim hinter dem warmen Ofen und zahlt für reduzierte Roamingkosten, die man gar nicht nutzt.
    Sogar Nordkorea hat jetzt ein 3G-Netz, zumindest meldet das 3G-Lizenzinhaber Orascom aus Ägypten. Rein theoretisch gab es in Nordkorea unter der Bezeichnung «SUN NET» ja schon seit 2003 ein GSM-Netz, das aber keine Teilnehmer hat, weil man nach kurzem Betrieb die Handys in Privatbesitz wieder eingesammelt hat.
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2008-05-19: MOBILE TIMES Weekly 0310
Dass Nokia Siemens Networks ausgerechnet Österreich als Testort für den ersten Live-Versuch mit I-HSPA (Internet High Speed Packet Access) ausgesucht hat, ist kein Zufall. Immerhin gibt es hier bei mobilem Breitband bereits eine Marktdurchdringung von 6,29 %. Im Nachbarland Italien surfen gerade 2,33 % mobil und das reicht noch immer, um hinter Österreich in Europa den Platz 2 zu belegen.
    Die Exklusivität für einzelne Netzbetreiber scheint bei Apple nun vorbei. Sowohl Vodafone als auch Orange haben inzwischen fast weltumspannende Verträge für den Vertrieb des Kulthandys - allerdings nur in eigenen Netzen. Das heisst, dass ONE - demnächst ja Orange Austria - wohl auf das iPhone zugreifen kann und neben T-Mobile als weiterer Verkäufer agieren kann. Für mobilkom und 3 hiesse das dann bitte warten. Doch die zwei sind sich recht einig: So lange das iPhone kein UMTS kann, wollen wir es ja gar nicht.
    Der Kampf von Microsoft um Yahoo scheint nun doch noch nicht zu Ende, denn Microsoft redet wieder mit Yahoo. Wie erwartet sitzt Investor Carl Icahn dem Yahoo-Management im Nacken, das jetzt durchaus für Gespräche mit Microsoft offen ist.
    Abgesehen von diesen eher wirtschaftlichen Meldungen, gab es in letzter Zeit auch einige wissenschaftliche Sensationen. So hat man in den HP Labs den seit fast 40 Jahren theoretisch vorausgesagten Memristor realisiert. Die praktischen Möglichkeiten dieses vierten Elektronikbauteils (neben Widerstand, Kondensator/Kapazität und Spule/Induktivität) sind noch gar nicht abzuschätzen. Gut abzuschätzen ist aber, dass die Lithium-Ionen-Batterie mit nicht brennbarem Elektrolyten - entwickelt von einem Fraunhofer Institut - die Angst vor explodierenden Handys stark reduzieren wird.
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2008-05-05: MOBILE TIMES Weekly 0309
Dass die Fussball-Europameisterschaft vor der Tür steht, kann man auch in unserer Branche erkennen. Netzbetreiber versuchen einerseits den maximalen Werbewert aus der EURO '08 zu holen und andererseits dem geliebten Kunden möglichst viele Services zur Veranstaltung zu verkaufen. Spezielle Euro-Handys werden zwar nicht angeboten, aber z. B. T-Mobile und Vodafone in Deutschland beeilten sich, DVB-T-Handys auf den Markt zu bringen - was mittelfristig durchaus kontraproduktiv sein könnte, denn warum soll man sich später ein DVB-H-Handy zulegen, mit dem man (fast) nur kostenpflichtige Dienste empfangen kann, während das DVB-T-Handy das ganz normale TV-Programm auch unterwegs empfangbar macht? Auch die Navigationsspezialisten haben sich aufgemacht, um sich zur EURO '08 zu plazieren. Das reicht von kostenlosen Downloads bis zu speziellen Editionen von Navigationsgeräten. Seltsam ist nur, dass man auf der Strasse kaum etwas davon merkt, dass demnächst die EURO '08 beginnt. Wahrscheinlich haben die Menschen andere Sorgen...
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