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2011-02-08: MOBILE TIMES Weekly 0374
Mehr Überwachung allenthalben
Das kleine Smartphone in der Tasche wird mehr und mehr zum «Grossen Bruder». Nicht wenige Apps senden IP-Adresse und/oder den Standort des Nutzers an ihren Auftraggeber und man kann fast gar nichts dagegen machen - ausser eben gleich gar keine Apps nutzen. Die kalifornische Konsumentenschutzorganisation Consumer Watchdog fordert deshalb die obligatorische Einführung einer «Do Not Track Me» Funktion bei Smartphones. Eine derartige Funktion hat die US-Behörde FTC (Federal Trade Commission) zwar schon vorgeschlagen, aber erst für normale Computer.
Mit der demnächst anstehenden Umstellung auf das Internetprotokoll Version 6 (IP v6) wird das Problem nicht wirklich kleiner. Diese Umstellung ist nötig, weil der Internet-Adressraum nach IP v4 bereits vollständig vergeben worden ist. Es gibt also keine freien IP v4 Internetadressen mehr. Die Umstellung auf IP v6, das einen deutlich grösseren Adressraum bietet, ist bisher nur sehr zögerlich erfolgt. Zudem scheint es bei den Definitionen der Nutzung noch einige Ungereimtheiten zu geben, die erst ausgeräumt werden müssen. Das Nebeneinander von zwei Systemen zur Adressierung macht die Angelegenheit auch nicht einfacher.
IP v6 sollte eigentlich mehr Schutz der Anwender bringen. Die «Privacy Extensions» sollen die Identifizierung einzelner Geräte anhand der IPv6-Adresse unmöglich machen. Bei Windows 7 ist das automatisch der Fall, bei Mac OS kann man diese Erweiterung einschalten, in Smartphones mit Android oder Apple iOS scheint man sie aber nicht aktivieren zu können. Noch schlimmer: Laut Computermagazin c't 3/11 fabrizieren diese Hersteller die IP-Adresse grossenteils aus der Gerätenummer. Damit melden sich diese Smartphones, sofern sie sich aus einem WLAN verbinden, bei jedem IPv6-tauglichen Server mit einer weltweit eindeutigen Kennung.
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2011-01-20: MOBILE TIMES Weekly 0373
Digital TV schlägt Analog TV - BWin ist Weltführer - CES in Las Vegas
Irgendwie scheinen alle Marktteilnehmer vom Weihnachtsgeschäft erschöpft zu sein oder die Kraft reicht nicht, um sich auf Österreich und die CES in Las Vegas einzustellen. Immerhin konnte UPC melden, dass UPC Digital TV Analog TV überholt. Das heisst bei den Kunden der ehemaligen Telekabel sind mehr als 50 Prozent bereits auf Digital TV umgestiegen. Mit Ende Dezember sehen etwa 270.000 UPC Kunden digital fern, während analoges Telekabel TV rund 260.000 Kunden beziehen.
BWin gewann bei der Verleihung der «iGaming Awards» anlässlich der Monaco iGaming Exchanges in allen drei Kategorien, für die man eingereicht hatte, was den Direktor der Veranstaltung dazu veranlasste, BWin zum grundsätzlichen Weltführer bei Online-Spielen zu erklären.
Mit der Consumer Electronic Show CES in Las Vegas hat der Reigen der Präsentationen von Neuheiten 2011 begonnen. Nicht dabei - obwohl es manche Tageszeitungen gesehen haben wollen - ein Tablet von Microsoft. Dafür gab es erneut den Versuch der Redmonder, ihr Betriebsystem als ein alle Plattformen übergreifendes zu präsentieren. Windows 8 soll das Kunststück möglich machen und vom Handy bis zum Server alle Geräte als Basis nutzen können. Die wirkliche Masse an Neuheiten dürfte aber Android für sich verbuchen können. Mit dem Motorola ATRIX geht offensichtlich ein alter Traum in Erfüllung: Man steckt das Smartphone in eine Art Laptop und hat dann einen vollwertigen mobilen Computer mit Monitor und Tastatur. Ein Datenabgleich ist dann eigentlich nicht mehr nötig. Sichern sollte man allerdings trotzdem. Einen anderen Weg geht das Iota FLEX mit dem Schweizer Herzen: SIM und Verbindung werden in einen Clip ausgelagert an den man via Bluetooth alle möglichen Geräte anschliessen kann. Die Hersteller haben kaum erst begonnen Slots für microSDHC bis 32 GB einzubauen, da bringen die Anbieter bereits die ersten Wechselspeicher für microSDXC mit 128 GB auf den Markt.
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2011-01-06: MOBILE TIMES Weekly 0372
Recycling-Anstrengungen - N8 auch in Österreich - Mobile Welthauptstadt
Das abgelaufene Jahr zeigt am Ende erstmals sehr intensive Bemühungen österreichischer Netzbetreiber zur Förderung des Recyclings von Althandys. Gelegentliche Aktionen gab es ja schon bisher immer wieder, doch diesmal scheint man es wirklich ernst zu nehmen: A1 arbeitete gemeinsam mit dem Jugendrotkreuz Schulpakete aus, um die Kinder für das Thema zu sensibilisieren und Orange will die Kunden überhaupt beim Geldbeutel packen und bietet Bargeld für gebrauchte aber funktionsfähige Handys.
Das lange erwartete Nokia N8 ist vor Weihnachten doch noch in die Läden gekommen. Man wird sehen, ob dieses Smartphone mit Symbian^3 des erfüllt, was es verspricht. Unter den neuen Geräten ist das erste Dual Core Modell von LG Electronics besonders zu bemerken, aber auch die professionellen DECT-Systeme von Sennheiser stechen heraus.
Die GSM Association ist auf der Suche nach dem «Mobile World Capital». Diese Hauptstadt der mobilen Welt soll weit mehr als der Ort des jährlichen Mobile World Congress sein, sondern eine breite Auswahl an akademischen und Geschäftsentwicklungsmöglichkeiten beinhalten, kulturelle Festivals und Programme und die Bildung eines permanenten Zentrums der Branche realisieren. Sechs Städte stehen in der engeren Auswahl: Amsterdam, Barcelona, Köln, Mailand, München und Paris. Im Zentrum der Stadt soll sich das «Mobile World Centre» befinden, das Technologieausstellungen, Museumsfunktionen, einen Einzelhandelsbereich, ein mobiles Café, Büroflächen und mehr bieten soll.
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2010-12-18: MOBILE TIMES Weekly 0371
FRW in Graz - Österreichische Sieger beim Summit Award Mobile - Merkur iPhone App - Tele2 Angebot - Warten auf Weihnachten
Das FTW (Forschungszentrum Telekommunikation Wien) hat offiziell an der TU Graz eine Betriebsstätte eröffnet und will damit die Zusammenarbeit mit den akademischen und industriellen Partnern in der Steiermark stärken. Das erste Projekt, das am FTW Graz durchgeführt wird, ist das EU-FP7-Projekt DRAGON (Design methods for Radio Architectures GOing Nanoscale).
Beim Summit Award Mobile (WSA-mobile) gibt es zwei österreichische Gewinner. «Wikitude World Browser» und «E. M. M. A» (excellent mobile medical application). Sie sind von einer internationalen Expertenjury aus über 420 Nominierungen und knapp 100 UN-Mitgliedstaaten ausgewählt worden und wurden neben weiteren Produkten in Abu Dhabi ausgezeichnet. Der «Wikitude World Browser» ist der erste «Augmented Reality Browser» für Smartphone-User. An 110 Millionen Points-of-Interest liefert das in der Kategorie «m-Tourism & Culture» ausgezeichnete Produkt Infos, die optisch über den Livestream der Kamera gelegt werden. E. M. M. A wurde in der Kategorie «m-Environment & Health» ausgezeichnet und macht das Handy zum Arzthelfer im Gesundheitswesen unter Wahrung des Datenschutzes bei den Patientendaten
Die zu REWE International gehörende Handelskette Merkur hat eine iPhone App vorgestellt, die für «Friends of MERKUR» das iPhone zur elektronischen Kundenkarte macht, auf die auf Wunsch auch die persönlichen Gutscheine übermittelt werden. Eine Variante für Android soll noch vor Weihnachten folgen.
Im Kampf um die Internetkunden hat Tele2 nun mit einem Angebot von 17,90 pro Monat das bisherige Telekom-Angebot von 19,90 unterboten. Allerdings bekommt man bei Tele2 keine kostenlosen SIM-Karten dazu. Voraussetzung ist wie immer ein entbündelter Anschluss.
Ansonsten heisst im Markt die Devise weitgehend nur mehr «Warten». Gewartet wird, wie sich die neuen Handys und Smartphones verkaufen; gewartet wird, welche Tarifmodelle im Weihnachtsgeschäft besonders gut ankommen; gewartet wird auch auf den Mobile World Congress und was es da an Neuigkeiten geben wird.
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2010-11-30: MOBILE TIMES Weekly 0370
Stromtankstelle - Kühlschrankpickerl - Abschaffung der SIM-Karte - Beatles bei iTunes
Nach Klagenfurt bekam jetzt auch Salzburg von der Telekom Austria eine Telefonzelle mit integrierter Stromtankstelle in der Alpenstrasse 5. Die Stromtankstellen sind dafür gedacht, E-Fahrzeuge unterwegs nachzuladen. Nach einer kostenlosen Pilotphase kann der getankte Strom in Zukunft via Handy abgerechnet werden. Salzburg wurde im Dezember 2009 vom österreichischen Klima- und Energiefonds (KLIEN) zur Pilotregion für Elektromobilität gewählt.
Aus Budgetnöten will die Bundesregierung den noch bestehenden Fonds mit Geldern aus dem seinerzeitigen «Kühlschrankpickerl» enteignen. Kein Wunder dass die heimische Industrie sich langsam von der direkten Abfallentsorgung zurückzieht (Wetten, dass das dementiert wird?) und die durchaus erfolgreiche UFH Verpackung Systembetreiber GmbH an die deutsche Reclay Group abgibt. Die deutsche Gruppe hat dazu die Anteilsmehrheit an der UFH von der UFH Holding übernommen. Die UFH Holding freute sich über die Möglichkeit, in Zukunft UFH-Kunden aus dem Kerngeschäft der Sammlung und Verwertung von Elektroaltgeräten und Altlampen auch ein Angebot im gewerblichen Verpackungsbereich machen zu können. Der Verkauf der Anteilsmehrheit an der UFH Verpackung Systembetreiber GmbH habe aber keinen Einfluss auf andere Geschäftsbereiche, die das UFH wie gewohnt weiter am Markt anbieten werde. Die Reclay Group ist neben Deutschland und nun Österreich auch in der Schweiz tätig und als internationales Unternehmen vielleicht flexibler beim Sichern von Kundengeldern vor dem staatlichen Zugriff.
Während der Grossteil der Handy-Welt fasziniert auf die neuen Smartphones und die damit einhergehenden Sonderangebote der Netzbetreiber starrt, brauen sich am Horizont anscheinend dunkle Wolken zusammen. Mit technischen Argumenten soll die frei wechselbare SIM-Karte durch ein fix eingebautes Modul ersetzt werden. Da derzeit die Politiker der Europäischen Union offensichtlich ganz mit dem Durchsetzen ihrer überdurchschnittlichen Gehaltsforderungen beschäftigt sind, interessiert sie wahrscheinlich dieser Anschlag auf die mobile Freiheit nicht wirklich. Auch die meisten Fachmedien haben dieses Vorhaben noch nicht kommuniziert. Die GSMA hat aber auch mit Hongkong einen nicht ganz so zentralen Platz ausgesucht, um ihre Pläne zu publizieren.
Mehr und mehr der angekündigten neuen Smartphones und Mobiltelefone werden nun verfügbar und auch bei den mobilen Zusatzeinrichtungen gibt es einige Neuheiten zu berichten. Drei grosse US-Netzbetreiber sind am Weg zu einem gemeinsamen mobilen Zahlungssystem - etwas was wir Österreicher mit der paybox längst haben. In der Schweiz wird es demnächst eine VISA-Karte mit eingebauter Tastatur geben und Apple-Fans können jetzt endlich die Beatles bzw. ihre Werke über iTunes beziehen und die Handyhersteller als Gruppe freuen sich über einen neuen Rekordabsatz im dritten Quartal.
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2010-11-16: MOBILE TIMES Weekly 0369
Telekom steigert Gewinn - Symbian wieder bei Nokia - Weihnachtsgeschäft
Die Telekom Austria Group ist mit dem Ergebnis der ersten neun Monate mehr als zufrieden. Trotz eines Umsatzrückganges von 3,9 Prozent steigerte man den Nettogewinn massiv um das Siebenfache auf 257 Millionen Euro. Mit dazu beigetragen hat wieder der Mobilfunk. Der hat in allen Ländern zusammen inzwischen 19,5 Millionen Kunden. In Österreich sieht man den Rückgang beim Festnetz fast als gestoppt an und engagiert sich in Bulgarien durch Kauf von Kabelbetreibern auch in diesem Bereich.
Der Kampf um die Betriebssysteme hat wieder ein neues Kapitel. Nachdem Nokia eine Veränderung in der Symbian Foundation von einer Entwicklungs- zu einer Lizenzierungsgemeinschaft angekündigt hat, gab es sofort Vermutungen, die von einem Ende für Symbian sprachen. Nokia allerdings schwört geradezu Stein und Bein, dass man weiterhin seine eigenen Ressourcen in Symbian investieren werde.
Zu dem Thema liefert eine aktuelle Untersuchung von GfK für T-Mobile Austria interessante Zahlen: Während von Jänner bis September 2009 28 Prozent aller in Österreich verkauften Smartphones unter Symbian liefen, so waren es im gleichen Zeitraum 2010 38 Prozent. Das hat Android nicht geschadet, denn dieses Betriebssystem stieg von acht auf 25 Prozent. Verlierer waren Windows Mobile (von 14% auf 4%), BlackBerry (von 19% auf 9%) und Apple iOS (von 31% auf 20%). Andere (darunter wohl auch Palm) steigerten sich von 0 auf drei Prozent.
Die Netzbetreiber rüsten bereits alle eifrig für das erhoffte Weihnachtsgeschäft und bringen ihre Sonderangebote in Stellung. Im Wesentlichen geht es dabei immer um den Preis. Surfbooks, Smartphones und Handys werden zu Preisen ab 0 Euro ausgelobt. Dabei heisst es aber meist genau aufpassen: Nicht jedes Sonderangebot ist wirklich günstig: Lieber die Kosten über die vorgeschriebene Mindestlaufzeit von 24 oder gar 36 Monaten vorher nachrechnen und erst nachher kaufen - und nicht umgekehrt. Wer genau rechnet kann allerdings gerade vor Weihnachten durchaus ein Schnäppchen machen.
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2010-11-08: MOBILE TIMES Weekly 0368
Internetsperrwünsche, Erfolgsmanager und Microsoftsoftware
Grosse Aufregung löste eine Klage des «Vereins für Antipiraterie» (VAP) gegen die UPC bei den Internet Service Providern in Österreich bzw. deren Verband ISPA aus. Der VAP fordert von der UPC Seiten im Internet zu sperren, um aus einer Sicht illegale Nutzung zu verhindern. Schon vorher hatte ISPA-Generalsekretär Andreas Wildberger gepoltert: «Es ist ja wohl einmalig, dass sich die Rechteinhaber nicht mal mehr die Mühe machen, mit konkreten Downloads zu argumentieren sondern einfach damit, dass etwas der Fall sein könnte. Es könnte auch jemand, der auf der Autobahn fährt, in seinem Kofferraum schwarz kopierte Videos transportieren. Die ASFINAG macht den Transport erst möglich. Erhält die ASFINAG deswegen auch eine Unterlassensaufforderung?» Der VAP fordert u. a. die Sperre der Website kino.to, auf der Filme gestreamt werden.
Ungetrübte Freude dagegen bei der Telekom Austria Group, wurde doch ihr CEO Hannes Ametsreiter von Global Telecoms Business (GTB) unter den 100 einflussreichsten Telekom-Managern weltweit gelistet, konkret an 58. Stelle. Aber auch in der Kategorie «40 under 40», wo die vierzig interessantesten Manager aus dem Telekombereich unter 40 gelistet wurden: Mit Walter Goldenits, CTO A1 Telekom Austria, Alexander Sperl, CCO A1 Telekom Austria, Helmut Duhs, CEO Velcom in Weissrussland und Nikola Ljusev, CEO Vip Operator in Mazedonien konnte der Konzern punkten und stellt somit zehn Prozent der weltweit vielversprechendsten Jungmanager.
Bei Microsoft stehen für Österreich sowohl die Zune Software (www.zune.net/at) als auch die neue Generation der Windows Live Essentials (http://explore.live.com/) sofort kostenlos zum Download bereit. Die Windows Live Essentials enthalten die Anwendungen Windows Live Messenger, Mail, Writer, Mesh, Family Safety, Fotogalerie und Movie Maker.
In den letzten Monaten hat sich bei Übernahmen etc. nicht so viel getan, wie im ersten Halbjahr. Dennoch gibt es Interessantes zu berichten: McAfee wird von Intel gekauft, nicht ohne vorher selbst tenCube geschluckt zu haben. Intel war damit aber noch nicht fertig, sondern kaufte auch noch das Mobilfunkgeschäft von Infineon. Wen wir gleich in München bleiben: Der Masseverwalter hat für die marode Cinterion einen Käufer gefunden und es ist kein Investmentfonds, sondern mit Gemalto ein echtes Schwergewicht der Branche. Noch interessanter dürfte langfristig der Übergang von rund 1.100 Mitarbeitern aus Forschung und Entwicklung von Nokia an die japanische Renesas sein. Das waren zwar nicht die einzigen Verkäufe, aber wohl die spektakulärsten. Diese und weitere finden Sie in der Rubrik Round-Up von MOBILE TIMES Weekly 0368. Marktanalysen über das dritte Quartal 2010 bilden dort den Schwerpunkt des Kapitels Propheten, Analysten und Statistiker. Kernaussage: Apple ist unter den TOP 5.
Zur Klage des VAP gegen UPC:
Irgendwie hoffe ich, dass der Verein VAP verliert. Das hat ganz persönliche Gründe: Seit der Gründung von MOBILE TIMES vor fast zwanzig Jahren haben wir gelegentlich versucht, über eine der vielen Verwertungsgesellschaften auch für unsere Arbeit einen Anteil an den eingehobenen Gebühren zu erhalten. Entweder hatten wir Pech und haben immer mit inkompetenten Mitarbeitern gesprochen oder es gehört dort zum Prinzip Newcomer nicht an den Futtertrog zu lassen. Jedenfalls erhalten wir keine Vergütung für die vielen tausend Kopien unserer Arbeit, die im Umlauf sind. Dafür dürfen wir demnächst eine Gebühr für Festplatten zahlen, auf die wir unsere eigenen Texte, Bilder und Grafiken speichern. (fak)
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2010-10-27: MOBILE TIMES Weekly 0367
Ich 2.0 - Einfache Handys - Neuer Festplattenrekorder - 16:9 ist nicht 16:9
Ob jemand im Web etwas darstellt oder nicht ist im Zeitalter «Sozialer Netzwerke» für viele eine interessante Frage weshalb in Wien im ORF RadioKulturhaus unter dem Titel «twenty.twenty» eine Veranstaltungsreihe gestartet wurde, die sich mit Fragen wie «Wann ist man jemand im Web?», «Ist die digitale Identität eine andere als die Identität im realen Leben?», «Hat man nur eine Identität und nimmt online nur eine andere Rolle ein?» , «Inwieweit braucht man eine Web-Identität?» und ähnlichen auseinandersetzt. Die Veranstaltungsreihe twenty.twenty wird gemeinsam von A1 Telekom Austria und The Gap durchgeführt.
Der Linzer Spezialist für einfach zu bedienende Mobiltelefone emporia Telecom präsentierte anlässlich des Seniorentages die Gewinner des Ideenwettbewerbs «Einfach telefonieren», den man gemeinsam mit dem Österreichischen Seniorenrat und A1 Telekom Austria veranstaltete. Ausgezeichnet wurden folgende Ideen:
-- SOS-Button auf der Vorderseite des Gerätes ermöglicht Direktkontakt
-- Handy als Türöffner
-- Leselupentaste
-- Handysuchfunktion und Haustürsperre
«Die ganze WOCHE» bietet mit «Big Blue» einen neuartigen Satelliten-Festplattenrekorder an, der 500 GB Speicherplatz bietet, sich die Vorlieben der Zuseher merkt und automatisch Sendungen aufnimmt. Aufgezeichnete Programme können auch ohne Werbepausen angesehen werden - die Werbeblöcke werden sekundengenau übersprungen. Interessant ist, dass die Fernbedienung mit zehn Tasten auskommt. Big Blue unterstützt Full HD-TV und verfügt über einen Twin-Tuner: So können gleichzeitig mehrere Programme aufgenommen beziehungsweise angesehen werden. Die Empfehlungsfunktion sowie die Programmierung von unterwegs werden durch ein integriertes GPRS-Modul ermöglicht.
Im Anschluss an die Präsentation von Windows Phone 7 kamen natürlich die ersten Smartphones in die Schaufenster. Hierzulande waren HTC, LG und Samsung die ersten, die Smartphones mit Windows Phone 7 vorstellten. Neben dem Windows-Hype ging fast unter, dass Nokia mit den Auslieferungen des neuen Flaggschiffs N8 mit Symbian^3 begonnen hat. Überraschend kommt auch Motorola in unseren Breiten mit einem neuen Handy auf den Markt. Das robuste Smartphone läuft unter Android 2.1, dessen Display mit 16:8,99 tatsächlich fast exakt 16:9 darstellt. Zwar werben auch andere Anbieter gerne mit Display Seitenverhältnissen von 16:9. Dazu passt aber die angegebene Auflösung von 800 × 480 nicht ganz, denn die hat ein Verhältnis von 10:6 bzw. 16:9,6.
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2010-10-16: MOBILE TIMES Weekly 0366
Kleiner Rückblick auf die vergangene Woche
Das wichtigste Ereignis der vergangenen Woche war - zumindest aus Sicht der Redmonder - die Präsentation von Windows Phone 7. Daneben verblasste etwas, dass Research in Motion die Entwicklungsplattform «Enterprise Application Middleware» vorgestellt hat.
Die Werbung am Display des Smartphones wird mehr und mehr üblich. Nachdem Apple mit seinem Ad-Network begonnen hat - hierzulande ist davon ja noch nichts zu merken - zogen andere bald nach. Selbst Opera, mit dem Opera Mini sehr stark ins Mobilfunkgeschäft involviert, hat ein eigenes Anzeigennetz aufgezogen. Es gibt aber auch durchaus interessante lokale Ansätze wie z. B. die Aktion SMESSEN für Mitarbeiter des Flughafen Wien. Die Mitarbeiter der mehr als 230 Unternehmen am Flughafen können sich dazu anmelden und erhalten dann regelmässig Gutscheine per SMS mit unterschiedlichen Restaurant- und Café-Angeboten. Die Idee hatte TBWA, realisiert wurde sie von IQ mobile.
Intel macht einen neuen Anlauf ins Mobilfunkgeschäft und hat den entsprechenden Bereich von Infineon, ehemals Siemens, mit 3.400 Mitarbeitern gekauft. RIM hat das neue Betriebssystem für Tabletts vorgestellt und Microsoft scheint mit Windows Mobile 7 endlich eine ernsthafte Antwort auf die Herausforderer, durch die es allesamt schon überholt worden ist, gefunden zu haben
In Deutschland gibt es erste Probleme mit der «Digitalen Dividende»: Nachdem der Regulator die Räumung der nun für den Mobilfunk vorgesehenen Kanäle oberhalb der Nummer 60 angeordnet hat, hat die RTL-Gruppe, dort wo sie davon betroffen ist, die terrestrische Versorgung über DVB-T eingestellt und wirft dem Regulator vor, das Problem von Störungen des Fernsehens vor allem durch LTE nicht genügend untersucht zu haben.
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2010-10-06: MOBILE TIMES Weekly 0365
Weihnachten naht und damit neue Smartphones, Handys und Tabletts
Dass die Weihnachtszeit näher rückt, merkt man schon daran, dass jetzt sukzessive die vielen angekündigten Produkte lieferbar werden. Die neuesten Nokia-Produkte zeigen, dass der finnische Hersteller - entgegen aller Unkenrufe - nach wie vor auf Symbian setzt. Statt Microsoft Windows Mobile ist halt jetzt ganz offensichtlich Android der Hauptkonkurrent. Apple ist es nicht, denn die geschlossene Gesellschaft der Edelmarke wird - so zumindest eine aktuelle Untersuchung - gerade mal von zehn Prozent der potentiellen jungen Kunden in Erwägung gezogen. Dafür macht in dieser Zielgruppe Sony Ericsson eine erstaunlich gute Figur.
RIM hat das erwartete BlackBerry PlayBook doch noch rechtzeitig vor Weihnachten vorgestellt und praktisch zeitgleich auch mit BlackBerry Enterprise Application Middleware eine Entwicklungsplattform, die es kommerziellen Entwicklern erleichtern soll, «Super App»-Unternehmensanwendungen und -Services für BlackBerry Smartphones zu erstellen. IBM Interactive sowie die Kunden ING DIRECT, Oracle und SAP haben schon Pläne vorgestellt, wie sie mit Hilfe der neuen Plattform neue «Super App»-Lösungen und Services entwickeln wollen.
Inzwischen warten alle gespannt auf Microsoft. In Kürze soll in New York Windows Phone 7 vorgestellt werden. Dazu kündigte der Microsoft-Manager Achim Berg in der deutschen ZEIT für den Herbst das wahrscheinlich das heftigste Quartal in der Geschichte des Mobilfunks an und lässt durch Andeutungen erwarten, dass sich Microsoft diesmal nicht auf Geschäftskunden, sondern auf Endkonsumenten konzentrieren will.
A1 Telekom Austria hat den VCÖ Mobilitätspreis für Wien erhalten. A1 Telekom Austria bewarb sich mit einer Lösung, deren Hauptziel es ist, Dienstreisen einzusparen: Telepresence ist eine Videokonferenzlösung, bei der sich die Teilnehmer lebensgross gegenüber sitzen und Bild & Ton über Breitband übertragen werden. Ergebnis sind Reisekostenersparnis, der Wegfall von unproduktiven Reisezeiten und vor allem eine nachhaltige Reduktion des CO2 Ausstosses, der bei Flug- und Autoreisen anfällt.
Der bisherige Nokia Music Store in Österreich wurde umgetauft und heisst jetzt Ovi Music und schon hat man die Neuigkeit, dass Ovi Music in Österreich startet. Was man auf Ovi Music kauft, ist DRM-frei und steht im MP3-Format bereit. Für den Download ist keine Software-Installation mehr nötig und Ovi Music ist mit Internet Explorer, Firefox, Google Chrome sowie Safari kompatibel. Eine verbesserte Suchfunktion und spezielle Seiten zu Künstlern erleichtern die Suche. Links zu Lieblingssongs können via Social Media gepostet werden. Mit dem neuen Namen wird Ovi Music Teil der Ovi Service-Familie. Mit der Umstellung auf Ovi Music wird auch «Comes With Music» in «Ovi Music Unlimited» umbenannt.
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